04.12.2017, 10:47 Uhr

Leichtathletik 500 Nikoläuse erobern den Oberen Wöhrd

(Foto: Christian Brüssel)(Foto: Christian Brüssel)

Wie nicht anders zu erwarten dominierten die Asse der LG Telis Finanz beim Heimstart sowohl die fünf Kilometer als auch die doppelte Strecke bei zwar trockenen Bedingungen aber eiskalten Temperaturen.

REGENSBURG Nachdem auf der kürzeren Distanz ein Quintett mit Philipp Pflieger, Simon Boch, Tim Ramdane Cherif, Jonas Koller (alle LG Telis Finanz), sowie Neuzugang Dominik Notz den 10.000 Meter DM-Dritten Sebastian Reinwand (ART Düsseldorf) in der letzten von drei zu laufenden Runden die Schneid abgekauft hatten, ließen sie es bei Zeitgleichheit in immer noch schnellen 14:56 Minuten nur austrudeln, um dann fünf Minuten später die Langstrecke in Angriff zu nehmen. Dort setzte sich Vorjahressieger Simon Boch am Ende von den Übrigen souverän in genau 30 Minuten ab. Bei den Frauen

benötigte Corinna Harrer 16:29 und 34:25 Minuten, wobei sie die fünf Kilometer zusammen mit ihrer Teamkollegin Miriam Dattke (beide LG Telis Finanz) bei Zeitgleichheit nur zum Aufwärmen benutzte. Ihren Spaß an der Freud hatten in den Fun-Runs und Nachwuchsläufen exakt 500 Finisher und fünf Staffeln.

Simon Boch und Corinna Harrer dominieren

Für Simon Boch war der der erste Part ein gutes Aufwärmprogramm: „Gefroren haben wir am Start der zehn Kilometer dann nicht mehr, gemerkt habe ich das erste Rennen aber schon ein wenig auf den ersten beiden Runden. Als das Ganze in die entscheidende Phase ging, konnte ich locker und entspannt davon sprinten.“ Der amtierende Deutsche Meister über 10.000 Meter zeigte, dass er

bereits eine gute Grundlage für seinen EM-Traum Berlin 2018 hat. Dabei blieb er nur knapp über seinem und Philipp Pfliegers Streckenrekord. Nicht weit dahinter kamen bereits seine Teamkollegen Dominik Notz (30:04 Minuten) und Tim Ramdane Cherif (30:11 Minuten) ins Ziel. Knapp vor Ramdane Cherif wurde der Ostafrikaner Yossief Tekle (LG Reischenau-Zusamtal) ohne Doppelstart in 30:08 Minuten Dritter. Die erst vierzehn Tage nach einem aufregenden Marathon-Herbst trainierenden Philipp Pflieger und Jonas Koller (beide LG Telis Finanz) waren mit zeitgleichen 30:31 Minuten schon wieder erstaunlich gutdrauf.

Gut drauf ist auch EM-Cross-Starterin Miri Dattke, die Doppelsiegerin Coco Harrer im ersten Teilstück über fünf Kilometer mit 16:29 Minuten lediglich begleitete, dabei nie den Eindruck erweckte, voll durchziehen zu müssen. „Da wäre noch viel mehr drin gewesen. Eigentlich ist das erstaunlich, weil ich trotz Schongang auch noch schneller als im letzten Jahr war.“ Zufrieden zeigte sich auch die

Olympia-Halbfinalistin und in den letzten Jahren stark gebeutelte Corinna Harrer. „Ich bin total happy. Die insgesamt 15 Kilometer konnte ich ganz entspannt runterspulen.“ Auch für Cornelia Griesche, Teamkollegin von Harrer und Dattke, verlief der Härtetest mit 17:25 und 35:41 Minuten durchaus positiv. „Im letzten Jahr war ich zwar im Einzelstart über zehn Kilometer deutlich schneller, musste dann aber im Januar durch ein tiefes Leistungstal. Ich denke, in dieser Saison wird das besser laufen“, relativierte die diesjährige DM-Dritte über 3.000 Meter Hindernis ihr Resultat.

Tolle Stimmung bei den Fun-Runs

Schnellste Jugendliche, sieht man mal von den in den Eliteläufen in den Hauptklassen laufenden Miri Dattke, Eva Schien (zehn Kilometer/38:52 Minuten) und Benedikt Brem (fünf Kilometer/16:03 Minuten – alle LG Telis Finanz) ab, waren über drei Runden und

fünf Kilometer Markus Weinert (U20/17:20 Minuten) und Frank Schneider (U18/16:57 Minuten – beide LG Passau), sowie die Fürtherin Smaniche Ram (LAC Quelle Fürth – 20:16 Minuten).

Bei den Schülerinnen und Schülern der U16-U8 überzeugten vor allem die erst zehn- und zwölfjährigen Geschwister Helene  und Vincent Schäfer mit famosen 6:17 und 5:53 Minuten über die 1,66 Kilometer lange Runde am Oberen Wöhrd.

Das weitaus größte Starterfeld hatten die beiden Fun-Runs über drei und sechs Runden. 164 beziehungsweise 171 Starterinnen und Startern, viele in sehenswerten Nikolauskostümen verkleidet, zeigten, das Laufen keine Tortur sein muss. Bei allen stand mehr die Freude am Sport im Vordergrund als der pure Leistungsgedanke. Den Schoko-Nikolaus, von Intersport-Tahedl gesponsert, und den neuen Laufkalender gab es sowieso unabhängig von der Zeit

für alle. Der ehemalige Organisator des Jura-Cross-Cups Paul Reinwald von der SG Waldetzenberg war mit 73 Jahren ältester Teilnehmer, Dauerbrennerin Anna Weigl war bei den Damen sogar noch ein bisschen älter.


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