10.05.2019, 13:43 Uhr

Karate Rottaler Kämpfer holen vier Medaillen bei der DM

V. li.: Janine Hartmüller, Victor Kolev, Felix Hornung, Jessica Theil, Viktoria Eckert, Maya Massali, Jacqueline Theil, Florian Baier und Trainer Roland Hager. (Foto: SF-DJK Reichenberg)V. li.: Janine Hartmüller, Victor Kolev, Felix Hornung, Jessica Theil, Viktoria Eckert, Maya Massali, Jacqueline Theil, Florian Baier und Trainer Roland Hager. (Foto: SF-DJK Reichenberg)

Das neun Athleten umfassende Team der DJK-Sportfreunde Reichenberg erkämpfte sich bei den kürzlich im RuhrCongress Bochum stattfindenden Deutschen Meisterschaften des Deutschen JKA-Karate Bundes (DJKB) zweimal Gold, zweimal Silber und einmal Platz 4, sowie weitere vordere Plätze. Die Sportler wurden aufgrund ihrer Erfolge und ihrer Präsenz in den Trainings und Lehrgängen für dieses Top-Event nominiert.

PFARRKIRCHEN Mehr als 500 Athleten aus 82 Dojos kämpften auf sechs Kampfflächen unter der Schirmherrschaft von NRW-Landtagspräsidentin Carina Gödecke um die Titel in den verschiedenen Altersklassen in Kata (Form) und Kumite (Zweikampf) in den Einzel- und Teamwettbewerben.

Mit Gold in Kata- und Kumite Einzel war Viktoria Eckert eine der erfolgreichsten Teilnehmerinnen der Meisterschaft.

Fünf Wochen nach der Europameisterschaft präsentierte sich Viktoria Eckert eindrucksvoll in Top-Form. Im Jiyu-Kumite (Freikampf) der Junioren (18 bis 20 Jahre) kämpfte sich die Nationalkämpferin Runde für Runde weiter und gewann alle ihre Kämpfe vor Ablauf der regulären Kampfzeit. Im Finale stand sie ihrer Dauerrivalin Sabina Tusan aus Hannover gegenüber. Mit blitzschnellen Angriffskombinationen setzte sie Ihre Gegnerin von Anfang an unter Druck und ging in Führung. Ein gut platzierter Gyaku Zuki (Fauststoß) brachte die Titelentscheidung zugunsten der Reichenberger Sportlerin.

In Kata Einzel lief es für Viktoria Eckert ebenso gut. In den Vorkämpfen bezwang die Top-Athletin der Sportfreunde mit kraftvollen und sauberen Darbietungen der „Heian Katas“ all ihre Gegnerinnen. Im Finale demonstrierte Viktoria mit einem gekonnten Mix aus Schnellkraft und Dynamik die Kata „Nijushiho“ und holte Gold vor Katinka Ball (BKC Magdeburg) und Marie Schlucke (TV Bushido Tamm). Dies ist der dritte Deutsche Meistertitel in Kata Einzel nach 2016 und 2018 für die junge Sportlerin. Im Kumite-Team des SV 1880 München erkämpfte sich Viktoria Eckert in der Gruppe der Aktiven ab 18 Silber hinter den TSV Mannheim.

Maya Massali legte in der Gruppe der Jugend 2 (16 bis 17 Jahre) ein überzeugendes Debüt hin und konnte sich im Jiyu-Kumite gut in Szene setzten. Im Achtelfinale konnte sie sich gegen Adelina Bärligea aus München durchsetzen. Auch im Viertelfinale gegen ging die 16-jährige Pfarrkirchnerin gegen Laura Gut aus Baden-Baden zunächst in Führung. Ihrer Gegnerin gelang jedoch wenig später der Ausgleich. Beide Kämpferinnen starteten kurz vor Ende der regulären Kampfzeit gleichzeitig eine Aktion (Ai Uchi) und die Seitenkampfrichter zeigten sowohl für Maya als auch für Laura Wertungen an. Nach Fukushin-Shugo (Kampfrichterbesprechung) wurde die entscheidende Wertung unglücklicherweise an die Baden-Badenerin vergeben.

Auch in ihrer Paradedisziplin Kata Einzel musste sich Maya Massali trotz starker Leistung im Poolfinale gegen die spätere zweitplatzierte Viviana Batista (Calw) geschlagen geben. Im Team von Shinto Füssen belegte Maya Massali einen starken zweiten Platz im Kata-Team-Wettbewerb der Jugend (14 bis 17 Jahre).

Eine überaus starke Leistung zeigte Jacqueline Theil in Kata Einzel der Schüler 2 (12 bis 13 Jahre). Nach drei Siegen in Folge stand die Realschülerin als Poolsiegerin fest und war somit fürs Finale qualifiziert. Hier zeigte die 13jährige Braungurtträgerin die Kata „Heian Godan“ und belegte einen hart erkämpften, aber undankbaren vierten Platz.

Zudem konnten sich Victor Kolev (Schüler 9 bis 11, Platz 5) und Roland Hager (Aktive ab 21, Platz 9) in Kata Einzel für die zweite Runde qualifizieren.


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