30.04.2019, 11:10 Uhr

7. Dan Meistergrad Ein Rottaler im „Karate-Olymp“

Hubert Girschitzka (2. v. re.) mit der Urkunde für den 7. Dan Meistergrad. (Foto: privat)Hubert Girschitzka (2. v. re.) mit der Urkunde für den 7. Dan Meistergrad. (Foto: privat)

Im Rahmen eines mehrtägigen Bundeslehrganges des offiziellen Deutschen Karateverbandes (DKV) wurde der Gründer der TuS Karateabteilung Pfarrkirchen, Hubert Girschitzka, zur Prüfung des 7. Dan Meistergrads vom Präsidium bzw. dem Prüfungskomitee des DKV vorgeschlagen.

PFARRKIRCHEN Unter den kritischen Bewertungen der Prüfungskommission sowie des Präsidenten des Deutschen Karateverbandes, Herrn Wolfgang Weigert, Prüfungsleiter Kyoshi Jamal Measara, wie auch dem Prüfungsreferenten Helmut Körber, absolvierte Girschitzka die ihm gestellten Aufgaben und Prüfungselemente mit Bravour und Auszeichnung. Mit Bestehen des siebten Meistergrades in Karate reiht er sich damit nun ein in den Olymp der höchst titulierten deutschen Karatelehrer.

Bereits 1967 begann Hubert Girschitzka mit den ersten Schritten in Karate und gründete im Jahre 1971 das bislang erste und älteste Karate-Dojo im Landkreis, nämlich die Karateabteilung der TUS 1860 Pfarrkirchen und einige Jahre später mit seinen damaligen Karatekollegen auch den Karateverein in Arnstorf.

Daraufhin folgten zahlreiche Highlights unter seiner Ägide mit den höchsten und weltweit bekanntesten Karatelehrern, wie zum Beispiel die unvergessenen, europaweit ausgeschriebenen Lehrgänge von Großmeister Hirokazu Kanazawa, oder Hidetaka Nishiyama und weiteren namhaften japanischen Karatetrainern, vorwiegend in Pfarrkirchen.

Über 25 Jahre lang war Girschitzka die leitende und treibende Kraft in den Karateverbänden, und gleichzeitig Abteilungsleiter der Karateabteilung der TuS 1860 Pfarrkirchen, bevor der dann die Leitung an seinen Nachfolger Herrmann Gassner (4. Dan) weiter reichte. Anschließend übernahm der heutige, rührige Dojo-Leiter und Trainer Sepp Neuberger (6. Dan) die Führung.

Nachdem Hubert Girschitzka seine offiziellen Funktionärstätigkeiten als internationaler Wettkampfrichter und Prüfer Ende der 1990er-Jahre beendet hatte, widmete er sich in erster Linie der Weiterentwicklung von Selbstverteidigung, Selbstbehauptung sowie den gesundheitlichen Aspekten des Karate. Daraus resultierte die Gründung einer eigenen Sektion der Karateabteilung, nämlich gesundheitliches Karate für Senioren, durch Hubert Girschitzka und den damaligen Abteilungsleiter Sepp Neuberger im Jahre 2012.

Die Karateabteilung der TuS Pfarrkirchen war damit der erste Karate-Verein, welcher sich an dem Pilotprojekt einer Studie der Uni Regensburg für gesundheitliches Senioren-Karate mit bislang sehr großem Erfolg beteiligte! Seitdem trainieren und üben einmal wöchentlich meist über 30 aktive Senioren von 50 bis 70 Jahren in Pfarrkirchen die Philosophie und die gesundheits- fördernden Aspekte im Karatesport.

Hubert Girschitzka ist damit nicht nur Karatepionier, sondern zählt auch in der langjährigen Karate-Tradition in Deutschland zu einer der tragenden Säulen des offiziellen Deutschen Karate-Verbandes mit etwa 100 000 ausgezeichneten und repräsentativen Mitgliedern im einzig anerkannten Fachverband für Karate im Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB), welcher beinahe alle Stilrichtungen seit 1995 in sich vereint. Neben der Karateabteilung der TuS 1860 Pfarrkirchen gehören im Landkreis Rottal-Inn nur die beiden Karatevereine in Arnstorf dem nationalen sowie dem international offiziell zugestandenen Karatefachverband, dem DKV, an.


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