20.07.2018, 13:29 Uhr

Tollkühne Rallye-Piloten Die verrückteste Rallye Europas: Michael und Markus sind dabei


Michael Dandl und Markus Putz fahren mit ihrem 500-Euro-Passat bis nach Barcelona

LANDKREIS Wenn es noch Abenteuer für wahre Männer gibt, dann zählt der „Carbage Run“ (abgeleitet vom englischen Garbage, sprich Müll) sicher dazu. Mit einer Klapperkiste auf vier Rädern, die maximal 500 Euro wert sein darf, legen die Teilnehmer dieser verrückten Rallye 2.500 Kilometer zurück. Die größte Herausforderung ist vermutlich in einem Stück am Ziel anzukommen - aber das ist noch längst nicht genug ...

Seit fünf Jahren träumt der PC-Techniker Michael Dandl aus Eggenfelden davon, einmal beim Carbage Run mitzumachen. Jetzt hat er endlich den passenden Beifahrer gefunden. Es ist Markus Putz aus Reischach, der zufälligerweise auch noch Automechaniker ist. Einen solchen kann man bei diesem Rennen auch gut gebrauchen.

Der fahrbare Untersatz, der die beiden bis nach Barcelona ins Ziel bringen soll, ist ein alter VW Passat, den Michaels Freundin in Eggenfelden per Kleinanzeige gefunden haben.

In den zurückliegenden Wochen haben Michael und Markus in mehr als 40 Arbeitsstunden versucht, den betagten Boliden fit für die Rallye zu machen.

Außen haben sie den VW mit einem Dschungelmotiv „aufgehübscht“, das den Teamnamen symbolisieren soll: „The three Monkeys“, also „Die drei Affen“.

Der dritte Affe in Form des dritten geplanten Beifahrers ist ihnen aber irgendwie abhanden gekommen, weshalb jetzt ein gemalter Fellkamerad auf der Fahrertür das Team vervollständigt.

Die beiden können den Start der Rallye am 30. Juli kaum erwarten. In fünf Tagesetappen geht dann die abenteuerliche Reise vom Schwarzwald über Italien, Frankreich und Andorra nach Catalonien.

Die Nächte verbringen sie zusammen mit den anderen Teams in Zelten auf eigens angemieteten Campingplätzen.

Im Kofferraum werden Michael und Markus auf jeden Fall so viele Ersatzteile wie möglich mitführen.

Wie schon erwähnt: Ankommen alleine ist schon schwer genug, aber zudem haben sich die Veranstalter des verrückten Rennens auch noch Aufgaben überlegt, die von den rund 350 teilnehmenden deutschen Teams bewältigt werden sollen.

Von Teilnehmern der letzten Jahre wissen die zwei „three Monkeys“, dass sie mit jeder Überraschung rechnen müssen.

„Eine Aufgabe war zum Beispiel ein Kondom mit Kiwi-Geschmack in einem der Läden entlang der Strecke zu erwerben.“ Noch kniffliger und vor allem teurer war die Aufgabe zu lösen, das eigene Auto über einem See hängen zu lassen. Dafür musste man sich einen Kran organisieren.

Deshalb haben sich die beiden schon abgeschminkt, alle möglichen Punkte einzuheimsen und am Ende die 1.000 Euro Siegesprämie mit nach Hause zu nehmen.

Aber dabei sein ist alles, wie man so schön sagt. Und das gilt auch für Michael und Markus.

Wir drücken den tollkühnen Rallye-Piloten jedenfalls jetzt schon die Daumen ...


0 Kommentare