02.05.2019, 14:54 Uhr

Motorradweihe Minister Scheuer führte Korso im roten Feuerwehr-Bike an

Abfahrt zum Motorradkorso mit Verkehrsminister Andreas Scheuer im Beiwagen von MSC-Vorstand Sepp Harbeck, gesegnet von Pfarrer Hofer und Pastoralreferent Winter und beglückwünscht von Landrat Franz Meyer, Bürgermeister Stefan Lang und ADAC-Vorstandsrat Wolfgang Garstorfer. (Foto: Albert Asen)Abfahrt zum Motorradkorso mit Verkehrsminister Andreas Scheuer im Beiwagen von MSC-Vorstand Sepp Harbeck, gesegnet von Pfarrer Hofer und Pastoralreferent Winter und beglückwünscht von Landrat Franz Meyer, Bürgermeister Stefan Lang und ADAC-Vorstandsrat Wolfgang Garstorfer. (Foto: Albert Asen)

Bestes Bikerwetter am 1. Mai und hoher Polit- Besuch beim MSC Ortenburg, der sich in das Golden Buch des Marktes eintrug.

ORTENBURG. Am 1. Mai ist die Fahrt nach Ortenburg für viele Motorradfahrerinnen und -fahrer Pflicht. Dann trifft man sich am dortigen Marktplatz zur alljährlichen Motorradweihe des MSC Ortenburg. Und so folgten auch dieses Jahr tausende Besucher dem legendären Ruf dieser Weihe, um sich mit Freunden zu treffen, gut unterhalten zu lassen und sich den Segen für Saison zu holen. Unter der Schirmherrschaft von Landrat Franz Meyer, der versprach in genau einem Jahr an seinem ersten Tag in „Landratspension“ auch gerne wieder nach Ortenburg zu kommen, fand die Veranstaltung bei bestem Wetter statt. Die zahlreichen Gäste, vor allem die Verantwortlichen des MSC Ortenburg um Vorstand Sepp Harbeck und Bürgermeister Stefan Lang freuten sich besonders über hohen Besuch. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer kam persönlich in einem Oldtimer (MG GT Coupe Bj. 1970) vorbei und blieb einige Stunden, um sich ein Bild von der Veranstaltung zu machen, mit vielen Bikern zu reden, die Siegerehrung der Oldtimerprämierung vorzunehmen und sich ins Goldene Buch der Marktgemeinde einzutragen.

Man merkte auch ihm das Interesse und die Freude an der Veranstaltung an, sprach er doch auch viele aktuelle Themen seines Ressorts zum Thema Verkehrssicherheit und Unfallverhütung an.

Schon mittags unterhielten die jungen Tänzerinnen und Tänzer von „Rockabilly 4 you“ mit bestem Rock’n Roll und die Gruppe Friserski Salon aus Nürnberg mit gutem Rock und Blues.

Sehr interessant und lehrreich waren auch die Vorführungen und Veranstaltungen der Verkehrswachten Passau, Freyung und Kelheim, DEKRA, ADAC und des BRK. Dies führten in Unfallsimulationen anschaulich vor, wie man richtig eine Helmabnahme vornehmen sollte und in Folge richtig helfen könne.

So erläuterte unter der guten Moderation von BR-Moderator Martin Gruber u.a. Tobias Ritter, Taktischer Leiter der BRK Bergham, wie Anna Meier und Birgit Rasch, dem „Verletzten“ Paul Gest den Helm abnahmen, ihn in stabile Seitenlage brachten und anschließend folgerichtig versorgten.

Dem Aufruf zur Oldtimerprämierung mit drei Platzierungen waren in diesem Jahr so viele stolze Oldie-Besitzer gefolgt, dass es schwer war, sich auf wenige zu einigen. So bekamen letztlich fünf Fahrer gleiche Preise für ihre tollen Fahrzeuge, wobei man sich auf einen ersten Sieger, Martin Hörleinsberger aus dem österreichischen Kollerschlag einigte, der mit seiner Husquarna Modell 180 aus dem Jahr 1927 mit 2-Zylinder-V-Motor, 16 PS und 550 Kubikzentimeter anreiste. Ihm übergab Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer seinen Preis persönlich.

Preise bekamen außerdem Karl Schafhauser mit seiner Indian Scout-Militärmaschine aus dem Jahr 1943, die den erstaunlichen Weg aus den USA über Russland letztlich zu Karl nach Schmidham nahm, Heinz Nothaft mit seiner BMW R47, ebenfalls Baujahr 1927, Georg Fruhmann mit seiner BMW R63 von 1929 und Fritz Gehrke mit seiner Militär-Zündapp KS 600 aus dem Jahr 1939.

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer, der sich schon als Abgeordneter und Staatssekretär ins Goldene Buch eingetragen hatte, konnte dies dieses Mal wieder „gesteigert“ als Minister tun und tat dies auch mit sichtlicher Freude unter den Augen von Bürgermeister Stefan Lang, seinen Stellvertretern Ludwig Nothaft und Heinrich Stocker, stellvertretendem Landrat Raimund Kneidinger und MSC-Vorstand Sepp Harbeck. Damit er in Berlin manchen Ärger besser ertrage, gab im Bürgermeister Lang einen in Ortenburg gebrannten Most-Gin der Familie Harbeck mit.

In seinem Grußwort dankte der Minister den Machern der Veranstaltung und verwies auf 15-jährige positive Entwicklung in der Verkehrsstatistik, wobei bei 583 toten Motorradfahrern im letzten Jahr jeder einzelne einer zu viel sei.

Die Investitionen gerade für Verkehrssicherheit befänden sich derzeit dankenswerterweise auf Rekordniveau, sei es in Abbiegeassistenten für Lkw’s, abgerundete Schutzplanken, Styroporschutz und vielem mehr.

Landrat Franz Meyer drückte seinem Respekt dem MSC aus und dankte für die große Ehre der Schirmherrschaft. Er wisse, dass gerade Motorradfahrer im Straßenverkehr besonders gefährdet seien und appellierte an das Verantwortungsbewusstsein und vor allem auf die Besonderheit des Vorausschauenden Fahrens. Ebenso wichtig seien die Vor- und Rücksicht der anderen Verkehrsteilnehmer. Besonders freue ihn auch der Schulterschluss mit einem guten Zweck, der in der Motorradweihe ebenfalls lange Tradition habe. Unterstützt würden heuer wieder die Aktion „Sternstunden“ des Bayerischen Rundfunks.

ADAC-Vorstandsrat Wolfgang Garstorfer empfahl jedem Fahrer zum Frühlings-Warm-Up ein Verkehrssicherheitstraining um sein Können regelmäßig aufzufrischen.

Gerne stelle man den historischen Marktplatz für diese hervorragende Veranstaltung zur Verfügung grüßte Bürgermeister Stefan Lang und versprach auch weiterhin jegliche Unterstützung.

Zahlreiche Firmen unterstützten diese Veranstaltung und so konnte Vorstand Sepp Harbeck Dutzende von Firmennamen in seinem Dankeswort aufzählen. Dies allein zeigt schon die Verbundenheit regionaler Firmen.

Nach einem ökumenischen Gottesdienst – gehalten von ev. Pfarrer Johannes Hofer und Pastoralreferent Stefan Winter, segneten beide mit Weihwasser den kilometerlangen Korso, angeführt von Sepp Harbeck und Verkehrsminister Andreas Scheuer, der sich durch das Ortenburger Umland schlängelte.


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