24.10.2017, 12:07 Uhr zuletzt aktualisiert vor

Weltmeister-Empfang Weltmeister Wimberger: Endspurt an der Uni und für Olympia 2020


Passauer Ruderverein feierte „ihren“ Weltmeister Felix Wimberger

PASSAU Er kommt nicht mehr sehr oft dazu, in der alten Heimat die Ruderer vom Passauer Ruderverein zu besuchen, zuletzt war er an Weihnachten 2016 in Passau. Deshalb war es für Felix Wimberger (27) einfach nur „schee“, am Samstagabend viele Freunde und Bekannte im PRV-Vereinsheim in Ingling am Inn getroffen zu haben. Der Verein um Vorsitzenden Josef Lang hatte zum Weltmeister-Empfang geladen, zu dem rund 120 Mitglieder kamen.

Diese erlebten zusammen noch mal auf Großleinwand den Moment, als Nationalmannschaftsruderer Felix Wimberger vor drei Wochen in Florida mit dem legendären „Deutschlandachter“ bei der WM die Goldmedaille gewann.

Geschenke gab es auch, für den Weltmeister aus Passau: OB Jürgen Dupper überreichte „dem herausragenden Botschafter der Stadt“ ein Passau-Bild; vom PRV gab‘s eine leuchtend rote Vereinsjacke, mit der er im schwarzgelb dominierten Fußball-Dortmund „bestimmt auffallen“ werde.

Felix Wimberger hatte sich vor sieben Jahren entschieden, dorthin zu gehen, weil der Olympiastützpunkt für Riemen-Ruderer in Dortmund ist. Und nur so hätte er seine Ruderer-Karriere voranbringen können.

Ziel: Olympia-Gold zum Karriere-Ende

Für diese arbeitet der gebürtige Vilshofener (Mutter Ulla stammt von dort) sehr hart und diszipliniert: vier bis fünf Stunden trainiere er täglich, und das sieben Tage die Woche, erzählt Wimberger: „Mein Wochenende beginnt sonntags um 13 Uhr.“

Der Maschinenbaustudent hat gerade an der Ruhr-Uni Bochum sein Masterstudium begonnen. Das will er noch vor seinem nächsten großen sportlichen Ziel abgeschlossen haben: Olympia 2020 in Tokio.

Somit setzt sich Wimberger auch bei der beruflichen Karriere einen sportlichen Zeitrahmen. Denn die Olympia-Vorbereitungen beginnen mindestens ein Jahr davor; „zudem ist die WM 2019 sehr wichtig, da sich die Verbände über diese für Olympia qualifizieren“, erklärt Wimberger. Wenn alles nach Plan läuft, dann soll die Olympia-Teilnahme 2020 auch der krönende Abschluss seiner erfolgreichen Ruderer-Karriere werden – „dann bin ich ja fast 20 Jahre gerudert“. Perfekt wäre dieser Abschluss der Sport-Karriere natürlich mit einer Goldmedaille mit dem Deutschlandachter!


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