19.12.2020, 21:49 Uhr

Die Überraschung blieb aus Rote Raben verlieren gegen starken Dresdner SC mit 1:3

Auch wenn sich die Roten Raben (re. Josepha Bock) mächtig streckten: Der Favorit aus Dresden war diesmal zu stark.  Foto: Andreas GeißerAuch wenn sich die Roten Raben (re. Josepha Bock) mächtig streckten: Der Favorit aus Dresden war diesmal zu stark. Foto: Andreas Geißer

Diesmal hat es mit der erhofften Überraschung nicht geklappt. Nach fünf Siegen aus den letzten sechs Bundesliga-Partien kassierten die Roten Raben am Samstag gegen den Titelaspiranten Dresdner SC eine 1:3 (16:25, 20:25, 25:22, 13:25)-Heimniederlage.

Vilsbiburg. Damit blieben die Vilsbiburgerinnen damit erstmals seit dem 10. Oktober in einem Liga-Spiel ohne Punktgewinn. Der Tabellenzweite aus der sächsischen Landeshauptstadt setzte sich verdientermaßen durch, weil er seine hohe individuelle Klasse über weite Phasen stringent aufs Feld brachte. Die Raben warfen wie gewohnt kämpferisch alles rein und hatten auch spielerisch ihre guten Phasen – mussten sich aber letztlich der überlegenen Qualität der Dresdnerinnen beugen.

Zur Chronologie: Coach Florian Völker hatte keinen Grund, an der in den letzten Wochen so erfolgreichen Formation etwas zu ändern, und schenkte deshalb erneut Lena Möllers als Zuspielerin, Luisa Keller auf Diagonal, den Außenangreiferinnen Danielle Brisebois und Jodie Guilliams sowie Josepha Bock und Kayla Haneline im Mittelblock das Vertrauen in der Starting Six; als Libera agierte wie gewohnt Myrthe Schoot. Neuzugang Alexis Hart aus den USA, die tags zuvor die erste Trainingseinheit mit der Mannschaft absolviert hatte, stand erstmals im Kader.

Sehr frühzeitig bekamen die Gastgeberinnen einen Eindruck von der Schwierigkeit der Aufgabe gegen den hochkarätig besetzten DSC. Mit enormer Handlungshöhe und entsprechender Dynamik dominierte der Favorit den ersten Satz deutlich. Über 4:8 und 11:16 mussten die Raben ein 16:25 akzeptieren.

In den zweiten Durchgang starteten sie mit einer ganz anderen Aggressivität und Entschlossenheit, was sich unmittelbar an der Anzeigetafel ablesen ließ. 5:3 und 11:8 hießen die Stationen auf dem Weg zur zwischenzeitlichen Vilsbiburger 14:9-Führung. In der Folge allerdings schaltete Dresden in allen Elementen wieder in den Modus einer Spitzenmannschaft und glich bei 17:17 aus. Hinten raus mussten die Raben abreißen lassen und gerieten durch ein 20:25 mit 0:2-Sätzen in Rückstand.

Eine Vorentscheidung? Mitnichten! Im Gegenteil, das Team von Florian Völker legte kämpferisch noch eine Schippe darauf und schaffte es so, im dritten Abschnitt – jetzt mit Corina Glaab im Zuspiel – durchgängig auf Augenhöhe mitzumischen. Mehr noch: Nach permanent engem Verlauf (7:8, 16:15, 20:20) hatte der Außenseiter mit 25:22 das bessere Ende für sich. Dass Alexis Hart nach ihrer Einwechslung gleich den ersten Angriff ihrer Bundesliga-Karriere zu einem Punkt verwertete, passte ins Bild.

Dieses Level konnte Vilsbiburg in der Folge nicht halten. Vielmehr ließ der DSC im vierten Satz nur noch wenig sportlichen Widerspruch zu. Nach 4:8 und 7:16 stand am Schluss ein 13:25 aus Sicht der Roten Raben zu Buche – und damit eine 1:3-Niederlage.

MVP wurde in beiden Teams die überragende Scorerin: Bei den Gastgeberinnen Danielle Brisebois (17 Punkte) und bei Dresden Maja Storck, die sogar 20 Zähler verbuchte. Nach dem Tabellenzweiten empfangen die Roten Raben im letzten Match des Jahres 2020 den Spitzenreiter: Am kommenden Samstag, 26. Dezember, ist Allianz MTV Stuttgart zu Gast in der Ballsporthalle; Sport1 überträgt live ab 16.15 Uhr.


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