11.12.2020, 10:16 Uhr

Von wegen „staade Zeit“ Anspruchsvolle Adventswochen für die Roten Raben

Die Roten Raben wollen in Potsdam nicht nur aufhorchen lassen, sondern auch Zählbares eintüten.  Foto: Andreas GeißerDie Roten Raben wollen in Potsdam nicht nur aufhorchen lassen, sondern auch Zählbares eintüten. Foto: Andreas Geißer

Für die Roten Raben werden die Tage bis Weihnachten recht kurzweilig. Am Samstag, 12. Dezember, starten die Vilsbiburgerinnen mit dem Auswärtsspiel beim SC Potsdam (19 Uhr) in äußerst anspruchsvolle Adventswochen.

Vilsbiburg. Vier Spiele in 14 Tagen während der Weihnachtszeit: Die Roten Raben haben ein wahrlich intensives Programm vor sich, das zudem eine Reihe von Spitzenteams als Gegner bereithält. Vor den drei Dezember-Heimspielen gegen Aachen (15.12., 17 Uhr), Dresden (19.12., 17 Uhr) und Stuttgart (26.12., 16.15 Uhr), die allesamt live auf Sport1 übertragen werden, wartet eine hohe Auswärtshürde auf die Schützlinge von Chefcoach Florian Völker – am Samstag, 19 Uhr, sind sie beim Tabellenvierten SC Potsdam zu Gast.

Nach zuletzt vier Bundesliga-Siegen in Folge nehmen die Vilsbiburgerinnen das Match in der MBS-Arena am Luftschiffhafen mit einer gesunden Portion Selbstvertrauen in Angriff – wohlwissend, dass die Favoritenrolle trotzdem dem SCP gebührt, der nicht nur in den letzten beiden Spielzeiten jeweils das Playoff-Halbfinale erreichte, sondern auch heuer wieder eine starke Saison hinlegt. Platz 4 mit 18 Punkten (ebenso viele wie Dresden und Schwerin auf den Rängen 2 und 3) ist eine vielversprechende Ausgangsposition für die Liga, und dazu kommt noch der Höhenflug im DVV-Pokal, wo die Truppe des spanischen Trainers Guillermo Hernandez nach ihrem 3:1-Halbfinalcoup bei den favorisierten Stuttgarterinnen im Endspiel steht.

Apropos Pokal: Dort hatten es die Roten Raben Mitte November im Viertelfinale schon einmal mit Potsdam zu tun und zogen nach respektabler Vorstellung mit 23:25, 21:25 und 20:25 den Kürzeren. Dabei gab es durchaus die Chance, den einen oder anderen Satz zu gewinnen – und an diese Momente anzuknüpfen, ist das Ziel für das nun bevorstehende Bundesliga-Duell. „Wir wollen“, sagt Völker, „die Chancen, die wir in knappen Situationen bekommen, diesmal besser nutzen.“

Der Schlüssel für ein gutes Abschneiden in der brandenburgischen Landeshauptstadt sei, so der Raben-Trainer, mannschaftliche Geschlossenheit, gepaart mit positiver Aggressivität und maximaler Leidenschaft. Dann könnte auch bei den starken Potsdamerinnen, die mit US-Girl Lindsey Ruddins die derzeitige Bundesliga-Topscorerin (117 Punkte) in ihren Reihen haben, etwas Zählbares drin sein.

„Wir freuen uns auf dieses Spiel und insgesamt auf die herausfordernden Wochen, die vor uns stehen“, betont Florian Völker. „Auf uns warten Gegner mit hoher individueller Qualität, da sind wir voll gefordert und wollen uns beweisen!“

Wie konzentriert die Roten Raben arbeiten, zeigt der Blick in den Trainingsplan für den Dezember: Da ist nicht nur am Nachmittag des 25. eine Übungseinheit eingetragen, sondern sogar am 24. vormittags. Training an Heiligabend? „Ja, wir haben darüber gesprochen, die Mannschaft möchte das selbst“, berichtet der Chefcoach, dessen aktueller Zehner-Kader sich für das Match in Potsdam komplett einsatzfähig gemeldet hat.


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