28.11.2020, 11:56 Uhr

Knifflige Aufgabe für die Roten Raben „Wenn sie ins Laufen kommen, sind sie gefährlich“

 Foto: Andreas Geißer Foto: Andreas Geißer

In der Volleyballbundesliga der Frauen müssen die Roten Raben am Samstagabend gegen Wiesbaden ran.

Vilsbiburg. Drei Siege hintereinander konnten die Roten Raben Vilsbiburg zuletzt in der Volleyball-Bundesliga der Frauen einfahren – nun haben sie den vierten im Visier, wenn am Samstag (28. November, 19 Uhr) der VC Wiesbaden in der Ballsporthalle gastiert. Allerdings haben die Gäste aus der hessischen Landeshauptstadt ihrerseits am vergangenen Wochenende mit dem 3:2-Coup gegen das Top-Team Schwerin ein richtig dickes Ausrufezeichen gesetzt. „Wir wissen, was uns erwartet“, betont Raben-Trainer Florian Völker vor dem Duell des Tabellensechsten gegen den Achten. „Das wird ein interessantes Volleyballspiel; ich wüsste nicht, wer Favorit ist. Natürlich wollen wir gewinnen!“

Dem Coach steht ohne Mittelblockerin Jazmine White (Meniskusoperation) weiterhin sein derzeitiger Zehner-Kader zur Verfügung, der zuletzt beim 3:0-Auswärtserfolg in Erfurt nichts anbrennen ließ. Allerdings hatte Florian Völker schon unmittelbar nach diesem Match angemahnt, dass sein Team, das durch Kampfstärke und Kompaktheit überzeugte, „besser Volleyball spielen“ müsse als beim Arbeitssieg gegen den Tabellenletzten aus Thüringen.

Die Wahrscheinlichkeit, dass Wiesbaden die Roten Raben in ein engeres Spiel verstrickt, liegt schon in der bisherigen Saisonbilanz der Truppe von Trainer Christian Sossenheimer begründet. In vier von sechs Partien ging der VCW in den Tiebreak – in Münster (2:3), gegen Aachen (3:2), in Erfurt (2:3) und eben gegen Schwerin (3:2). Die im Außenangriff eingesetzte Diagonalangreiferin Frauke Neuhaus erwischte hier einen Sahnetag und avancierte mit 19 Punkten zur Top-Scorerin mit Matchwinner-Qualität.

„Das hat Wiesbaden echt gut gemacht“, zollt Florian Völker den Hessinnen Respekt. „Wenn sie ins Laufen kommen, sind sie gefährlich.“ Heißt im Umkehrschluss für die Roten Raben: „Wenn wir sie in Block und Abwehr im Griff haben, besitzen wir gute Chancen.“ Das bis dato einzige Drei-Satz-Match absolvierte der VCW am Mittwoch dieser Woche beim 0:3 gegen Stuttgart.

Für Lena Möllers, Myrthe Schoot und Co. wäre ein weiterer Heim-Dreier insbesondere mit Blick auf das anspruchsvolle Dezember-Programm wichtig, wo laut Terminplan mit Schwerin, Potsdam, Dresden und Stuttgart das gesamte Bundesliga-Spitzenquartett auf die Raben wartet. Wobei die Partie in Schwerin wegen der Champions-League- Teilnahme der Gastgeberinnen nicht wie geplant am Samstag, 5. Dezember, stattfinden kann; ein neuer Termin für dieses Spiel steht noch nicht fest – wohl aber für das Heimspiel gegen die Ladies in Black Aachen, das wegen des DVV-Pokals verlegt worden war. Neuer Termin ist hier Mittwoch, 16. Dezember; Sport1 überträgt live.


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