28.10.2020, 11:22 Uhr

Vilsbiburg gegen Straubing Wer hat im Niederbayern-Derby die Nase vorn?

Volle Pulle ins Derby: Nikki Taylor (re.) peilt am Donnerstag einen Heimsieg an.  Foto: GerleignerVolle Pulle ins Derby: Nikki Taylor (re.) peilt am Donnerstag einen Heimsieg an. Foto: Gerleigner

„Geisterspiel-Derby“: Die Roten Raben empfangen am Donnerstag um 18 Uhr NawaRo Straubing zum heißen Volleyball-Tanz. Diesmal allerdings leider ohne Zuschauer. Die Fans können jedoch live bei Sport1 mitfiebern.

Vilsbiburg. Sportliche Derbys sind immer etwas ganz Besonderes. Das morgige Duell der beiden niederbayerischen Volleyball-Bundesligisten Vilsbiburg und NawaRo Straubing wird diesmal aber äußerst speziell. Schließlich war am gestrigen Dienstagnachmittag endgültig klar, dass am Donnerstagabend keine Zuschauer in die Ballsporthalle dürfen: Das sehnsüchtig erwartete Duell wird also zum Geisterspiel.

Raben-Geschäftsführer André Wehnert: „Selbstverständlich genießt der Gesundheitsschutz oberste Priorität. Die Roten Raben sind sich in dieser hochsensiblen Situation ihrer gesamtgesellschaftlichen Verantwortung absolut bewusst und leisten jeden erforderlichen Beitrag, um der Verbreitung des Virus entgegenzuwirken.“

Wenn auch nicht in der Ballsporthalle, so können alle Raben-Fans das mit Spannung erwartete Derby doch live sehen – und zwar im frei empfangbaren Fernsehen. Sport1 überträgt das Niederbayern-Duell am Donnerstag, 29. Oktober, ab 18 Uhr – und dürfte angesichts der speziellen Umstände auf eine Top-Zuschauerquote kommen.

Sein erstes Niederbayern-Derby hatte sich Vilsbiburgs neuer Trainer Florian Völker anders vorgestellt, nimmt es aber pragmatisch: „Die Zuschauer-Situation können wir nicht beeinflussen. Das entscheiden die Behörden.“ Daher liege der Fokus einzig und allein auf dem Sportlichen. Und da haben die Gäste aus Straubing zuletzt aufhorchen lassen. Nach dem standesgemäßen 3:1-Auftakterfolg gegen Erfurt brachte man am Samstag das Top-Team aus Schwerin an den Rand einer Niederlage und hatte nur hauchdünn mit 2:3 das Nachsehen. „Das war eine sehr starke Straubinger Leistung“, weiß Florian Völker.

Einen ähnlich emotionalen und kämpferischen Straubinger Auftritt erwartet der Vilsbiburger Coach auch am Donnerstagabend: „Straubing lebt von der emotionalen Aggressivität. Da müssen wir dagegenhalten und bereit sein für einen echten Kampf!“ Gerade in der ehemaligen Vilsbiburgerin Iris Scholten sieht er eine Schlüsselspielerin der Gäste, die es gilt, unter Kontrolle zu bringen. Völker: „Vor allem in Block/Abwehr müssen wir gut organisiert sein.“

Ob im Derby allerdings Libera Myrthe Schoot eingreifen kann, wird sich erst am Spieltag entscheiden. „Daumen hoch“ heißt es dagegen bei Zuspielerin Corina Glaab, die wieder fit ist. Florian Völker: „Wir werden im Training und Spiel alles dafür tun, um das Derby gegen Straubing zu gewinnen.“ Kurzfristig fällt allerdings Mittelblockerin Jazmine White mit Knieproblemen aus.


0 Kommentare