15.10.2020, 14:09 Uhr

Olympia-Held von Pyeongchang Der EVL angelt sich Nationalspieler Felix Schütz

Zurück an alter Wirkungsstätte: Felix Schütz stürmt bis auf weiteres für den EV Landshut.  Foto: FölsnerZurück an alter Wirkungsstätte: Felix Schütz stürmt bis auf weiteres für den EV Landshut. Foto: Fölsner

Das ist ein echter Transfercoup! DEL2-Vertreter EV Landshut hat Nationalspieler und Olympia-Silbermedaillen-Gewinner Felix Schütz verpflichtet. Der 32-jährige Stürmer, der bereits vor 15 Jahren das Trikot der Landshut Cannibals trug, hat beim EVL einen Vertrag bis Jahresendeunterschrieben.

Landshut. „Wir sind unheimlich stolz, dass es uns gelungen ist, Felix für den EVL zu begeistern. Dadurch, dass der Start der DEL-Saison verschoben wurde, hat sich nun die Möglichkeit einer Verpflichtung geboten. Felix bringt neben seiner enormen Erfahrung natürlich auch viel Ruhe und Qualität mit und wird uns sicher sofort spürbar verstärken. Ich möchte mich ganz herzlich bei Felix bedanken, dass er uns auch wirtschaftlich entgegengekommen ist. Ihm geht es wirklich darum Spielpraxis zu sammeln. Unser Dank gilt aber auch mehreren externen Partnern, die uns bei der Realisierung des Transfers, der außerhalb unseres Budgets liegt, noch zusätzlich unterstützt haben“, sagte EVL-Spielbetrieb-GmbH-Geschäftsführer Ralf Hantschke.

Der Vertrag von Felix Schütz, der die Nummer 55 tragen wird, enthält eine Ausstiegsklausel, sollte ihm ein Angebot aus einer höheren Liga vorliegen. Zuletzt ging der Routinier, der insgesamt 313 Spiele in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) absolvierte, für die Straubing Tigers aufs Eis.

Und jetzt geht es zurück zu den Wurzeln: „Landshut ist so etwas wie meine zweite Heimat geworden. Hier habe ich meine ersten Erfahrungen als Eishockey-Profi gemacht. Momentan gibt es im gesamten Eishockey viele Fragezeichen. Auch im Ausland ist die Situation nicht so einfach. Ich möchte jetzt einfach nur Eishockey spielen. Nachdem sich gezeigt hat, dass die DEL2 in Bezug auf das Hygienekonzept sehr gut aufgestellt ist und die Saison gespielt werden kann, war Landshut natürlich die erste Adresse. Ich freue mich riesig auf die ersten Spiele im EVL-Dress und werde wie immer mein Bestes geben“, sagt der Olympia-Zweite von Pyeongchang, der bereits beim Testspiel am Freitag in Deggendorf erstmals seit 15 Jahren wieder das Landshuter Trikot tragen wird.

Zuletzt lief er in der Saison 2004/05 für das DNL-Team des EVL und die 2.Liga-Truppe der Landshut Cannibals auf. Seitdem hat Schütz eine beeindruckende internationale Karriere hingelegt und Erfahrungen in den USA, Kanada, Russland, Lettland und Schweden gesammelt. Als einziger in Deutschland geborener Profi spielte er in der russischen Eliteliga KHL. Insgesamt 140 Mal trug Schütz, der mit seiner Familie in seiner Geburtsstadt Erding lebt, das Trikot der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft und erlebte echte Eishockey-Sternstunden.

Bei der Heim-Weltmeisterschaft 2010 erzielte er beim Eröffnungsspiel gegen die USA vor 77.803 Zuschauern in der Arena auf Schalke den 2:1-Siegtreffer für Deutschland. Im Rahmen der WM 2017 in Köln traf Schütz 33 Sekunden vor Ende des letzten Gruppenspiels gegen Lettland, rettete damit sein Team ins Penaltyschießen und machte so den Einzug ins Viertelfinale erst möglich. Beim „Wintermärchen“ von Pyeongchang feierte er mit dem DEB-Team den größten Erfolg der deutschen Eishockey-Geschichte. Bei der 3:4-Finalniederlage gegen Russland traf Schütz zum zwischenzeitlichen 1:1.


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