11.10.2020, 15:03 Uhr

Rote Raben unterliegen Suhl Verletzungsschock bei enttäuschender Heim-Pleite

Viel zu selten konnten sich Jazmine White (Mitte) und ihre Roten Raben am Samstagabend gegen den VfB Suhl entscheidend in Szene setzen.  Foto: GerleignerViel zu selten konnten sich Jazmine White (Mitte) und ihre Roten Raben am Samstagabend gegen den VfB Suhl entscheidend in Szene setzen. Foto: Gerleigner

Das hatten sich die Roten Raben und die 250 Fans in der Ballsporthalle ganz anders vorgestellt. Anstatt eines Dreiers zum Heimauftakt setzte es für die Mannschaft des neuen Trainers Florian Völker gegen den VfB Suhl eine unerwartete, aber verdiente 1:3-Niederlage.

Vilsbiburg. Das Team von Cheftrainer Florian Völker unterlag im Bundesliga-Klassiker gegen den VfB Suhl LOTTO Thüringen am zweiten Spieltag der neuen Saison vor 250 Zuschauern mit 1:3 (25:17, 21:25, 19:25 und 16:25). Nach dem gewonnenen ersten Satz ging bei den Vilsbiburgerinnen immer mehr der Faden verloren und die soliden Gäste aus Suhl kamen besser und besser ins Spiel – ohne aber aber eine überragende Leistung zeigen zumüssen.

Der neue Coach der Roten raben schickte in der Starting Six Zuspielerin Lena Möllers, Nikki Taylor auf Diagonal, die beiden Außenangreiferinnen Danielle Brisebois und Jodie Guilliams sowie im Mittelblock Kayla Haneline und Jazmine White aufs Feld. Als Libera lief erneut Simona Dammer auf, nachdem die Meniskusprobleme bei Myrthe Schoot noch nicht abgeklungen waren.

Nach leichten Anlaufschwierigkeiten (2:6) fanden die Raben rasch Zugang zu diesem Match, konnten bei 10:10 ausgleichen und zogen dann kontinuierlich davon. Das 25:17 war korrekter Ausdruck der Überlegenheit der Vilsbiburgerinnen, die in dieser Phase wie aus einem Guss spielten.

Dies blieb jedoch nicht auf Dauer so – vor allem, „weil wir in Aufschlag und Annahme so klar unterlegen waren, dass wir das in den anderen Elementen nicht mehr aufholen konnten“, wie Trainer Florian Völker analysierte. Insgesamt 17 Aufschlagfehler standen am Schluss für die Raben zu Buche – und auch mit der Qualität vieler anderer Services war der Coach nicht zufrieden. „Den Aufschlag“, so Völkers Fazit, „haben wir heute in der Kabine gelassen.“

Im zweiten Abschnitt lag das Heimteam bei 8:6 noch in Front, geriet jedoch bei 13:14 in Rückstand. Bei 14:18 übernahm Corina Glaab für Lena Möllers das Zuspiel und war sofort voll da, was bei 17:18 die Comeback-Hoffnungen im RabenNest nährte. Letztlich ging der Satz aber mit 21:25 an Suhl.

Der dritte Durchgang verlief lange Zeit eng (6:8, 14:13, 15:16), in der Schlussphase mussten die Roten Raben ihre Gäste aus Thüringen jedoch auf 19:25 davonziehen lassen.

Im vierten Satz erlebten Mannschaft und Fans eine Schrecksekunde, als Corri Glaab nach einer Defensivaktion am Boden liegenblieb. Zwar konnte sie wenig später auf eigenen Beinen das Feld Richtung Kabine verlassen; doch erst eine Röntgenuntersuchung am Montag wird zeigen, inwieweit sie eventuell eine Rückenverletzung davongetragen hat. Das Team blieb emotional nicht unberührt von diesem Zwischenfall; über 7:8 und 10:16 mussten die Raben diesen Satz mit 16:25 – und damit das Match mit 1:3 – abgeben.

MVP wurde bei beiden Mannschaften die jeweils beste Scorerin: Bei den Gastgeberinnen Nikki Taylor (18 Punkte) und beim VfB die ungarische Außenangreiferin Agnes Pallag (16). Das nächste Spiel bestreiten die Roten Raben am Sonntag, 18. Oktober, beim USC Münster.


0 Kommentare