09.10.2020, 14:17 Uhr

Echter Klassiker am Samstag Rote Raben sind heiß auf den Heimstart gegen Suhl

Die Roten Raben um Jodie Guilliams (15) wollen sich gegen Suhl durchsetzen.  Foto: lwDie Roten Raben um Jodie Guilliams (15) wollen sich gegen Suhl durchsetzen. Foto: lw

Heimauftakt für die Roten Raben: Eine Woche nach der 0:3-Auswärtsniederlage bei Titelkandidat Allianz MTV Stuttgart treten die Schützlinge von Cheftrainer Florian Völker am Samstag (19 Uhr, Ballsporthalle) gegen den VfB Suhl LOTTO Thüringen an und wollen gleich einen Sieg einfahren.

Vilsbiburg. Der Gegner, mit dem sich die Raben in der Vergangenheit schon unzählige heiße Duelle im deutschen Volleyball-Oberhaus geliefert haben, ist freilich mit Vorsicht zu genießen: Am 1. Spieltag leisteten die Suhlerinnen in der heimischen „Wolfsgrube“ dem klar favorisierten Top-Team Schwerin beherzten Widerstand und ließen bei ihrer 1:3-Niederlage eine Menge vielversprechender Ansätze erkennen.

Einmal mehr ist also davon auszugehen, dass es zwischen den Raben und dem VfB zu einem intensiven, leidenschaftlichen Match kommen wird. Die Vilsbiburgerinnen wollen auf den guten Phasen, die sie in Stuttgart hatten, aufbauen und daraus eine starke, konstante Teamleistung entwickeln, die am Ende zum Erfolg führen soll. Coach Florian Völker drückt das so aus: „Wir haben aus der Partie in Stuttgart unsere Rückschlüsse gezogen und uns in der Trainingswoche gezielt auf Suhl vorbereitet. Wir wissen, dass unser Gegner sehr emotional und auch risikobereit spielt, so dass es für uns darauf ankommen wird, in der Abwehr diszipliniert und gut organisiert zu stehen, um dann im Angriff unsere Stärken zum Tragen zu bringen.“

Bei der Realisierung dieses Plans kann der Trainer personell weitestgehend aus dem Vollen schöpfen. Ein Fragezeichen steht noch hinter Libera Myrthe Schoot, die in Stuttgart wegen Meniskusproblemen fehlte, unter der Woche aber wieder trainiert hat. Ob’s schon gegen Suhl für einen Einsatz reicht, wird sich kurzfristig entscheiden. Falls nicht, bekommt die 18-jährige Simona Dammer die Chance, ihr Debüt vom letzten Sonntag mit einer weiteren guten Leistung zu bestätigen. Auf allen anderen Positionen hat der Trainer die Qual der Wahl.

Die Gäste aus Thüringen haben sich im Vergleich zu 2019/20, als man zum Zeitpunkt des Saisonabbruchs auf dem letzten Tabellenplatz stand, quasi runderneuert. Von der alten Mannschaft blieb nur Kapitänin Claudia Steger, die ihre sage und schreibe zwölfte Saison beim VfB spielt. Innerhalb der Bundesliga wechselten Mittelblockerin Laura de Zwart aus Dresden und Zuspielerin Lisanne Meis aus Straubing in die „Wolfsgrube“, wo beim Auftakt gegen Schwerin die US-amerikanische Diagonalangreiferin Danielle Harbin als überragende Top-Scorerin mit 20 Punkten für Furore sorgte. Exakt 454 Zuschauer waren bei diesem Spiel in Suhl live dabei, was in Corona-Zeiten gleichbedeutend war mit dem Prädikat „ausverkauft“.

Am Samstag in der Ballsporthalle sind maximal 400 Fans zugelassen. Karten gibt es, wie berichtet, ausschließlich online; vor Ort gelten die obligatorischen Schutzmaßnahmen. Weitere diesbezügliche Infos unter https://roteraben.de/fanzone/tickets-1-bundesliga/


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