12.05.2020, 14:16 Uhr

Kein Sportbetrieb Turngemeinde bleibt weiter geschlossen

 Foto: Archiv/Schmid Foto: Archiv/Schmid

Die Turngemeinde Landshut wird vorläufig noch keinen Sportbetrieb im Sportzentrum West (SZW) aufnehmen. Das hat die Vorstandschaft der TGL am Montagabend einstimmig beschlossen.

Landshut. „Unter den derzeitig gültigen gesetzlichen Vorgaben und sehr strengen Auflagen ist für uns auch eine begrenzte Öffnung derzeit noch nicht realisierbar“, sagte am Montagabend 1. TGL-Vorsitzender Harald Kienlein. Die TGL reagierte damit auch auf eine Presseerklärung der Stadt Landshut vom Montag, die gesetzliche Vorgaben des Freistaats Bayern umsetzt: Ab sofort dürfen in einem begrenzten Umfang Sportanlagen im Außenbereich für den Trainingsbetrieb von Individualsportarten im Breiten- und Freizeitbereich geöffnet werden.

Die Verantwortung, so konstatierte die TGL-Vorstandschaft, liegt nun bei den Vereinen, mit diesen ersten Lockerungen verantwortungsvoll umzugehen. Harald Kienlein warb um Verständnis: „Wir wissen, wie groß das Interesse und der Wunsch der Mitglieder ist, den Sportbetrieb wieder aufzunehmen. Aber wir müssen jeden Schritt im Interesse unserer Mitglieder und deren Gesundheit abwägen. Wir agieren mit Bedacht und Vorsicht und planen solide und verantwortungsvoll für die kommenden Tage. Die TGL sei kein Individualsport-Verein wie Golf-, Tennis- oder Rudervereine, für die die ersten Schritte zurück in eine gewisse sportliche Normalität sicher etwas leichter umzusetzen seien. Bei einem Breitensportverein wie der TGL mit rund 5.700 Mitgliedern, deren Schwerpunkt bei Gruppensport liegt, ist dies nicht so einfach.“

Unter diesen Aspekt ist für die TGL zum Beispiel eine der Hürden, dass Sport in Außensportanlagen vorläufig nur mit einer Gruppe von maximal fünf Personen (inklusive Übungsleiter) durchgeführt werden darf. Die TGL-Vorstandschaft spielte ein mögliches Prozedere am Beispiel einer Freiluft-Gymnastikstunde durch. Fünf Teilnehmer in einer Sportstunde, die in Normalzeiten von 60, 70 oder gar 80 Sportlerinnen und Sportler besucht wird: Das sei unter den gegebenen Auflagen nicht realistisch.

Wie solle man fair die Teilnehmerzahl begrenzen angesichts des großen Interesses? Gleichzeitig gebe es eine Dokumentationspflicht (welche Personen waren zu welchem Zeitpunkt anwesend), Checklisten aller Teilnehmer zur Abfrage von Symptomen und auch vielfältige Hygienebestimmungen. TGL-Chef Harald Kienlein brachte es am Montagabend auf den Punkt: „Da kann man dann an jedem Sportplatz im Sportzentrum West gleich mehrere Kontrolleure aufstellen. Das kann nicht unser Ziel in einem Sportbetrieb sein.“

Vielmehr wird die TGL in den nächsten Tagen weitere Weichen für eine erste mögliche Öffnung stellen, dies auch in enger Kommunikation mit ihren Abteilungen. Maßgeblich ist dabei auch, in welcher Form dann ab 18. Mai die Bayerische Staatsregierung entscheiden wird. Dies ist auch abhängig vom Infektionsgeschehen der kommenden Tage.

Am Donnerstag sind zudem Abstimmungsgespräche zwischen der Stadt und den beiden Vereinen im SZW, der Turngemeinde und der Spielvereinigung Landshut, bezüglich eines Hygienekonzepts terminiert. Auch hier wird sich die TGL konstruktiv im Interesse der Mitglieder einbringen.


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