28.02.2020, 11:20 Uhr

Kracht‘s im Eisstadion wieder? Die Polizei ist am Freitag beim EVL mit 100 Kräften im Einsatz!

Die Landshuter Polizei hofft, dass es am Freitag im Eisstadion keine Krawalle gibt. Foto: GerleignerDie Landshuter Polizei hofft, dass es am Freitag im Eisstadion keine Krawalle gibt. Foto: Gerleigner

Hochsicherheitsspiel in Landshut: Wird‘s am Freitagabend wieder krachen? Das letzte Hauptrunden-Heimspiel des EVL gegen Ravensburg steht unter keinen besonders guten Vorzeichen. Die Ultras beider Teams sind seit Jahren regelrecht verfeindet. Erst im jüngsten Aufeinandertreffen am 19. Januar in Ravensburg war es zu Ausschreitungen auf den Rängen gekommen (das Wochenblatt berichtete). Darum ist man bei der Landshuter Polizei vorbereitet.

Landshut. Polizei-Pressesprecher Stefan Scheibenzuber: „Bei diesem Hochsicherheitsspiel am Freitag werden massive Polizeikräfte im Einsatz sein!“ Nicht nur Kollegen aus Landshut seien beim EVL-Spiel vor Ort. „Wir müssen auch Fremdkräfte hinzuziehen. Alleine können wir es nicht mehr stemmen!“ Für ihn sei es eine befremdliche Tatsache, dass bis zu 100 Polizeikräfte im Einsatz sein werden. „Es ist doch eigentlich nur ein Eishockeyspiel. Wie soll das nur weitergehen?“ Aber, so der Polizeisprecher weiter: „Wir werden Präsenz zeigen – mit null Zentimeter Spielraum.“

Schließlich wisse man um den brisanten Hintergrund des Aufeinandertreffens der verhassten Fan-Gemeinden. Scheibenzuber zum Wochenblatt: „Wir wollen das Feuer schon vorher rausnehmen. Schließlich werfen solche Ausschreitungen ein schlechtes Licht auf Landshut, den EVL und das Eishockey im Allgemeinen. Wir sind gewappnet.“

Im Vorfeld war bei den Besprechungen zwischen Polizei, Stadt, Verein und Fangruppierungen auch überlegt worden, vor leeren Rängen zu spielen. Denn, so der Polizeisprecher, „das Eisstadion ist keine Spielwiese für Krawallos und Chaoten“. Allerdings werde man es – dieses Mal – mit starker Polizeipräsenz versuchen. „Nur eine kleine Gruppe an Uneinsichtigen macht uns Probleme. Die übrigen 99 Prozent sind Fans und Familien, die einfach das Eishockeyspielen sehen wollen“, so Stefan Scheibenzuber.

Darum hoffe er, dass sich die „Normaldenkenden“ von den Ultras auch im Stadion distanzieren würden. „Denn die Chaoten sind in der Minderheit. Familien mit Kindern sollen weiterhin ruhigen Gewissens ins Landshuter Eisstadion gehen können.“ Und die Polizei sollte eigentlich bei solchen Veranstaltungen gar nicht benötigt werden.


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