06.02.2020, 08:48 Uhr

„Unter unseren Ansprüchen“ Rote Raben verlieren 1:3 gegen Münster

Nicht entscheidend durchsetzen konnten sich die Roten Raben am Mittwochabend gegen den USC Münster. Die Quittung: eine 1:3-Niederlage.  Foto: Rote RabenNicht entscheidend durchsetzen konnten sich die Roten Raben am Mittwochabend gegen den USC Münster. Die Quittung: eine 1:3-Niederlage. Foto: Rote Raben

Das haben sich die Roten Raben anders vorgestellt: Der Tabellensechste der Volleyball Bundesliga kassierte am Mittwoch gegen den USC Münster eine 1:3 (18:25, 17:25, 25:16, 22:25)-Heimniederlage. Vor 953 Zuschauern in der Ballsporthalle blieben die Vilsbiburgerinnen, wie Cheftrainer Timo Lippuner unmittelbar nach Spielende feststellte, „unter unseren Ansprüchen“.

Vilsbiburg. Nach zwei verlorenen Sätzen gelang es den Raben zwar, sich noch in die Partie hineinzukämpfen – etwas Zählbares sprang dabei jedoch am Ende nicht mehr heraus, weil die stark auftretenden Gäste in der entscheidenden Phase des vierten Satzes stabil blieben.

In der Starting Six der Raben gab’s im Vergleich zum Auswärtsspiel in Schwerin eine Änderung. Sie betraf den Mittelblock, wo Eszter Nagy für Neira Ortiz in die Anfangsformation rückte. Ansonsten schickte Timo Lippuner die bekannten Namen aufs Feld: Zuspielerin Lena Möllers, Diagonalangreiferin Nikki Taylor, Jodie Guilliams und Nelmaira Valdez auf Außen, Josepha Bock als weitere Mittelblockerin sowie Libera Myrthe Schoot.

Mit einem flotten 7:4 kamen die Raben gut ins Match, doch schon bis Mitte des ersten Satzes konnten die Gäste ausgleichen (13:13), um anschließend so richtig durchzustarten. Vilsbiburg hatte in der Folge keinen Zugriff mehr auf das gut organisierte, effiziente Spiel des USC und musste sich über 16:19 mit 18:25 geschlagen geben.

Im zweien Satz beorderte Timo Lippuner Corina Glaab auf die Zuspielposition. Nach einem 2:8-Rückstand rissen sich die Raben am Riemen und brachten mehr Energie und Emotionen aufs Feld – allerdings nur vorübergehend: Ab dem 7:9 nutzte Münster die sich bietenden Chancen erst zu einem Zwischenspurt (8:14) und schließlich zu einem deutlichen Satzgewinn: 17:25.

So konnte es nicht weitergehen. Ging es auch nicht. Wieder mit Lena Möllers am Zuspiel sowie jetzt mit Iris Scholten auf Diagonal und Neira Ortiz auf Mitte zeigten die Roten Raben im dritten Satz ein ganz anderes Gesicht. Über 8:5 zogen sie auf 14:6 davon, spielten nun wie aus einem Guss und dominierten diesen Durchgang bis zum 25:16 durch Neira Ortiz quasi nach Belieben.

Der vierte Satz war der mit Abstand spannendste des Abends. Zunächst wechselte die Führung mehrfach, ehe sich Münster mit 11:16 absetzen konnte. Weil sich die Raben mit Vehemenz gegen die drohende Niederlage wehrten und der USC mit der gleichen Intensität um seinen Auswärtssieg fightete, entspann sich nicht nur die heißeste, sondern auch die volleyballerisch interessanteste Phase der Partie mit langen und oft spektakulären Ballwechseln. Bei 19:21 war Vilsbiburg fast dran – aber schlussendlich machte Lina Alsmeier, mit 16 Zählern zweitbeste Scorerin des USC nach Ivana Vanjak (17), mit dem 22:25 den Deckel drauf. Beste Punktesammlerin bei den Raben war Iris Scholten (13) vor Josepha Bock und Jodie Guilliams (je 10), als MVP wurden die beiden Liberas Linda Bock bzw. Myrthe Schoot ausgezeichnet.

Coach Timo Lippuner blickte nach dem Match sogleich nach vorne. Seine Ansage ans Team: „Abhaken, wegstecken und volle Konzentration auf Dresden!“ Dort gastieren die Raben am kommenden Mittwoch, 12. Februar, ehe am Samstag, 22. Februar, in der Ballsporthalle das Niederbayern-Derby gegen NawaRo Straubing steigt.

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