04.10.2019, 10:55 Uhr

Rote Raben vor dem Bundesliga-Start Mit Feuer und Leidenschaft ins Auftakt-Duell gegen Suhl

Heiß auf den Auftakt gegen Suhl: Corina Glaab (li.) und Josepha Bock. (Foto:  Karol Slomka)Heiß auf den Auftakt gegen Suhl: Corina Glaab (li.) und Josepha Bock. (Foto: Karol Slomka)

Neue Saison, neues Glück: Am Samstag um 19 Uhr starten die Roten Raben gegen den VfB Suhl LOTTO Thüringen in die Bundesliga-Spielzeit 2019/20 – und wollen alles daran setzen, dem Publikum in der heimischen Ballsporthalle gleich mal einen richtig starken Auftritt zu bieten und den ersten Erfolg unter Dach und Fach zu bringen. „Ich erwarte“, sagt Cheftrainer Timo Lippuner, „neben taktischer Disziplin vor allem Feuer und Leidenschaft, um die Fans mitzureißen.“

VILSBIBURG Unter dem Eindruck des intensiven zweiwöchigen Trainingslagers in Polen und einiger guter Leistungen, die seine Damen dort in Testspielen gegen namhafte Gegner gezeigt haben, ist der Schweizer überzeugt, dass sein Team „mit viel Selbstvertrauen“ in das Auftaktmatch geht – wohlwissend, dass auf der anderen Seite des Netzes ein Gegner auf Augenhöhe steht.

Die Suhlerinnen haben in der vergangenen Saison nach monatelang starken Vorstellungen die Playoff-Teilnahme auf der Zielgeraden noch verspielt und die Hauptrunde auf dem ungeliebten neunten Platz abgeschlossen. Heuer wollen sie nun die entscheidende Schippe drauflegen und „endlich die Playoff-Teilnahme schaffen“, wie Coach Mateusz Zarczynski offensiv ankündigt. Sein Vilsbiburger Kollege traut dies den VfB-Damen auf jeden Fall zu – wenn nicht sogar etwas mehr: Mit Blick auf den Suhler Kader, sagt Timo Lippuner, „dürfte klar sein“, dass der Raben-Startgegner „nicht nur mit den Playoffs liebäugelt, sondern sich ins Mittelfeld der Tabelle spielen will“.

Tatsache ist, dass der Kern der Mannschaft um Zuspielerin Taylor Bruns, Punktegarantin Tereza Patockova und Urgestein Claudia Steger geblieben ist und um interessante Neuzugänge ergänzt wurde wie die Niederländerin Hester Jasper, sprunggewaltige jüngere Schwester der in der Bundesliga bestens bekannten Merrit, und die französische Diagonalangreiferin Victoria Foucher. Auch der Mittelblock ist u.a. mit den beiden US-Amerikanerinnen McKenzie Jacobson (2,03 Meter) und der neu verpflichteten Karis Watson stark besetzt.

Doch auch die Raben müssen ihr Licht keineswegs unter den Scheffel stellen. Sie können ebenfalls eine vielversprechende Mischung aus bekannten und neuen Spielerinnen aufs Parkett schicken – unter der Regie von Rückkehrerin Lena Möllers, die ihr Team als Kapitän anführen und als Zuspielerin in Szene setzen wird. Mit Myrthe Schoot wird auch die defensive Säule im Vilsbiburger Spiel zum Bundesliga-Start zur Mannschaft stoßen, nachdem sie bis Sonntag mit dem niederländischen Nationalteam beim World Cup in Japan engagiert war. Noch fehlen wird dagegen Neuzugang Neira Ortiz Ruiz, die derzeit für die Auswahl von Puerto Rico im Einsatz ist.

Ansonsten hat Timo Lippuner alle Spielerinnen an Bord und versprüht enormen Tatendrang: „Das neue Team freut sich darauf, sein Können dem Heimpublikum zu zeigen. Wir können es kaum erwarten, bis es endlich losgeht!“


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