27.09.2019, 08:37 Uhr

ACL setzt am Sonntag auf Mark Riss Smolinski fällt mit Schlüsselbeinbruch fürs Speedway-Finale aus


Es ist kaum zu übersehen, dank der zahlreichen Plakate an allen Einfallstraßen nach Landshut – die AC Landshut Devils stehen auch in dieser Saison wieder im Finale der Deutschen Speedway-Bundesliga. Gegner sind die MSC Brokstedt Wikinger, kein unbekannter Gegner im Stadion an der Ellermühle und stets ein nicht zu unterschätzender Konkurrent um den Meistertitel.

LANDSHUT „Wir kennen ja die Brokstedter Mannschaft sehr gut und haben daher den nötigen Respekt. Das wird ein schwerer Brocken für uns, aber wir lieben die Herausforderung und nehmen sie natürlich gerne an“, gibt sich Klaus Zwerschina, der Teammanager der Devils, kämpferisch.

Nach drei Siegen in der Vorrunde – zunächst gegen Brokstedt, dann gegen Wittstock und Diedenbergen – mussten die Devils im letzten Rennen einen kleinen Dämpfer hinnehmen, als sage und schreibe drei technisch bedingte Ausfälle in Stralsund zu einer Niederlage führten. Natürlich hoffen die Devils nun, dass sie nicht nochmal eine ähnliche Pechsträhne ereilt.

Eine Hiobsbotschaft erreichte die Verantwortlichen des AC Landshut am Sonntag aus den Niederlanden: Kapitän Martin Smolinski hatte sich beim letzten Langbahn-GP der Saison eine Verletzung zugezogen, und das ausgerechnet vor den beiden entscheidenden Finalrennen der Bundesliga am kommenden Sonntag sowie am 3. Oktober. Die Suche nach einem Ersatz drängte.

Am Dienstagmittag konnte der Rekordmeister bereits eine Lösung präsentieren: Mark Riss wird in das Devils-Bundesligateam zurückkehren. „Mark hatte ja ursprünglich eine Pause eingelegt und wollte 2019 kein Rennen mehr bestreiten. Aufgrund unserer Notsituation hat er sich aber bereit erklärt, dem Team und dem Club zu helfen. Darüber freuen wir uns natürlich sehr“, so Teammanager Klaus Zwerschina.

Martin Smolinski zog sich am Sonntag einen Schlüsselbeinbruch zu und wurde am Dienstag operiert. Ob das zugleich das Saisonende für den Deutschen Meister darstellt, ist noch fraglich. „Speedwayfahrer sind ja grundsätzlich nicht gerade zimperlich, und Martin ist auch besonders hart im Nehmen“, zeigt sich Zwerschina bedeckt.

Mark Riss (auf B) wird am Sonntag zusammen mit dem Tschechen Vaclav Milik und dem Russen Viktor Kulakov auf den Ausländerpositionen, Valentin Grobauer auf B sowie Sandro Wassermann, Stephan Katt und Jonas Wilke auf C an den Start zu gehen. Wassermann hatte sich Ende Juli bei der U21-DM verletzt, Grobauer beim Heimrennen gegen Diedenbergen, doch beide sind wieder einsatzfähig: „Wir sind froh, Valentin Grobauer und Sandro Wassermann nach ihren Verletzungspausen wieder an Bord zu haben. Beide haben beim Speedway Teamcup vergangenes Wochenende in Olching einen sehr guten Eindruck gemacht“, heißt es aus dem Team-Management.

Die Schleswig-Holsteiner setzen seit einigen Jahren auf der A-Position auf Rune Holta, der in der polnischen Liga für seinen Verein stets ein guter Punktelieferant ist. Neu hinzugekommen ist in diesem Jahr der amtierende U21-Weltmeister Bartosz Smektala aus Polen sowie der finnische Punktesammler Timo Lahti. Auf B gingen Kai Huckenbeck, Max Dilger und Lukas Fienhage bislang erfolgreich auf Punktejagd, und auf C sind die Wikinger mit Danny Maassen, Geert Bruinsma und dem Toptalent Norick Blödorn, seines Zeichens 85-ccm-Weltmeister, ebenfalls nicht zu unterschätzen.

Dem Vernehmen nach werden auch die Brokstedter nicht zu 100 Prozent mit ihrer Stammbesetzung in Landshut antreten können, da Kai Huckenbeck aller Wahrscheinlichkeit nach bei seinem polnischen Verein wird antreten müssen.

Im Lager des ACL freut man sich trotz der kurzfristigen Verletzungssorgen auf das Finale am Sonntag. „Es geht um den Meistertitel, daher sind die Jungs natürlich hochmotiviert und werden alles geben. Die Wettervorhersage ist gut, und auch der Vorverkauf läuft prima, denn viele Fans wollen beim Finale dabei sein und das Team nach vorne pushen“, so ACL-Vorsitzender Gerald Simbeck, der auch mit Gerüchten aufräumt.

„Zuletzt gab es Anfragen, ob schon ausverkauft ist, aber das stimmt natürlich nicht. Es gibt noch genügend Karten, auch am Renntag, lediglich die Sitzplätze werden knapp“, stellt er klar.

Kurzentschlossene erhalten ab 11.30 Uhr Karten an der Tageskasse, die Preise betragen 18 Euro für den Stehplatz bzw. 23 Euro für den Sitzplatz (Kinder bis 11 Jahre frei, ermäßigter Eintritt für Rentner, Schwerbehinderte, Studenten und Kinder ab 12 Jahre).


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