13.09.2019, 08:17 Uhr

EVL-Coach Kammerer vor der DEL2-Saison „Werden ab Mitte November kaum noch normal trainieren können“

EVL-Trainer Axel Kammerer ist recht angetan von den Leistungen seines Teams. (Foto:  Tobias Grießer)EVL-Trainer Axel Kammerer ist recht angetan von den Leistungen seines Teams. (Foto: Tobias Grießer)

Der EV Landshut steht in den Startlöchern. „Wir sind bereit!“, sagt Axel Kammerer und er als Trainer muss es ja wissen. Nach dem Aufstieg in die DEL2 haben er und Geschäftsführer Ralf Hantschke einen Kader zusammengestellt, der einerseits erschwinglich, andererseits aber auch schlagkräftig sein soll. „Das ist uns gelungen“, ist sich der Landshuter Meistermacher sicher.

LANDSHUT Aber, drückt der Ex-Nationalspieler gleich auf die Euphoriebremse, „wir müssen die Kirche schon noch im Dorf lassen. Wir sind der Aufsteiger – und die anderen Teams haben massiv aufgerüstet. Es sind viele starke DEL-Spieler in die DEL2 gewechselt; das Niveau ist definitiv gestiegen!“

Doch bange ist dem 55-Jährigen natürlich nicht. Schließlich haben gerade die jüngsten Testspiele gezeigt, dass der „EVL 2019/20“ reichlich Potenzial und Durchschlagskraft besitzt. Kammerer zum Wochenblatt: „Dass es schwer wird, ist klar. Für uns wird jedes Spiel hart. Wir wollen es aber auch in jedem Spiel so schwer wie möglich für den Gegner machen. Wir können jedem Gegner wehtun.“

Seine Vorstellung sei es, dass die Mannschaft langsam wachsen könne, „wenn wir den Ball flach halten“. Was in dieser schweren ausgeglichenen Liga jedoch nicht einfach werde. Nach der besonderen Vorbereitung – ohne die eigene Halle nutzen zu können – habe er jedoch „ein richtig gutes Gefühl. Wir haben jetzt in allen Bereichen den Grundstein für diese schwierige Spielzeit gelegt.“ Denn, so weiß der Trainer: „Wir werden ab Mitte November kaum noch normal trainieren können.“ Schließlich müssen nach der Deutschland-Cup-Pause die sechs verschobenen Heimspiele vom Saisonstart nachgeholt werden.

Als große Favoriten sieht der gebürtige Tölzer die Teams aus Frankfurt, Ravensburg, Bietigheim und auch Dresden. Kammerer: „Diese Mannschaften haben auf dem Papier die stärksten Kader. Es wird aber sicher auch wieder das eine oder andere Überraschungsteam geben. Wer gut harmoniert, kann es weit bringen.“

Der Spielplan serviert dem EVL zum Auftakt gleich einen der hoch gehandelten Favoriten. Am heutigen Freitag (19.30 Uhr) müssen die Niederbayern bei den Dresdner Eislöwen ran. Kammerer: „Eine sehr starke Mannschaft, die gute DEL-Spieler wie Kevin Lavallée, Alexander Dotzler oder Christian Kretschmann hinzubekommen hat.“ Die Sachsen verfügen zudem über eine brandgefährliche Offensive, aus der Jordan Knackstedt herausragt. „Einer der besten Angreifer der DEL2“, sagt Kammerer über die Dresdner Nummer 9.

Allerdings: Die Niederbayern haben sich in der Vorbereitung bereits mit den Eislöwen duelliert (und knapp mit 4:5 verloren). Axel Kammerer: „Wir kennen Dresden jetzt und wissen, wie wir gegen sie spielen müssen. Das wird ein äußerst schwieriger, aber sehr interessanter Start.“


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