22.03.2019, 08:35 Uhr

Heimspiel gegen Schwarz-Weiß Erfurt Die Roten Raben wollen am Samstag ihre Aufholjagd krönen

Leonie Schwertmann möchte mit ihren Roten Raben noch einen Dreier einfahren. (Foto:  Georg Gerleigner)Leonie Schwertmann möchte mit ihren Roten Raben noch einen Dreier einfahren. (Foto: Georg Gerleigner)

Findet die großartige Aufholjagd der Roten Raben in der Bundesliga-Rückrunde genau das gewünschte Ende? Oder vielleicht sogar ein noch besseres? Fakt ist: Vor dem letzten Punktspiel gegen Schwarz-Weiß Erfurt am Samstag (18.30 Uhr, Ballsporthalle) hat es die Truppe von Cheftrainer Timo Lippuner selbst in der Hand, den monatelang sehnsüchtig angestrebten und am letzten Wochenende endlich erreichten 5. Platz zu behaupten.

VILSBIBURG Unter Umständen ist auch noch der Sprung auf Platz 4 möglich, der Heimrecht im Playoff-Viertelfinale bedeutet; dazu müssten die Raben (35 Punkte) zwei Zähler mehr holen als der aktuelle Vierte Potsdam (37) im Parallelspiel bei Tabellenführer Stuttgart, der nach der Niederlage von Schwerin gegen Wiesbaden am Donnerstag definitiv nicht mehr von der Spitze zu verdrängen ist.

Die Vorfreude im RabenNest auf das Match gegen Erfurt ist seit Tagen mit Händen zu greifen. Sieben Siege hat das Team um Kapitän Leonie Schwertmann in den bisherigen zehn Rückrundenpartien eingefahren und dabei stolze 20 Punkte geholt. Nach den beiden jüngsten Auswärtserfolgen in Potsdam und Berlin rückten die Raben auf Rang 5 vor – und es versteht sich von selbst, dass sie diesen gegen den Sechsten Münster bzw. den Siebten Aachen (beide 34 Punkte, treffen am Samstag im direkten Duell aufeinander) unbedingt verteidigen und so die imponierenden Leistungen und tollen Ergebnisse der letzten Wochen vergolden wollen.

Die Devise ist klar: Drei Heimpunkte sollen es sein gegen den Tabellenvorletzten, der von dem in Vilsbiburg bestens bekannten Jonas Kronseder gecoacht wird. Sein Nachfolger auf der Raben-Trainerbank, Timo Lippuner, warnt aber eindringlich davor, Erfurt nur nach dem Tabellenstand zu beurteilen. Gerade gegen stärker eingestufte Teams, so der Schweizer, hätten sich die Schwarz-Weiß-Damen regelmäßig gut verkauft. Zuletzt brachten sie in heimischer Halle den USC Münster ins Schwitzen; erst mit 27:25 im vierten Satz konnte der Favorit einen möglicherweise folgenschweren Punktverlust vermeiden.

Um sich ähnlichen Nervenkitzel zu ersparen, wollen die Raben, so ihr Trainer, „von Anfang an den Druck hochhalten“ und dem Gegner, der Rang 11 nicht mehr verlassen und somit locker aufspielen kann, „den Zahn ziehen. Wir müssen die Lücken in der zuletzt sehr überzeugenden Erfurter Defensive finden“, betont Timo Lippuner.

Beim Kampf um den achten Sieg im elften Heimspiel steht dem Chefcoach der gesamte Kader fit zur Verfügung – mit Ausnahme von Vanessa Agbortabi (Schulterprobleme). Nicht mehr auf der Vilsbiburger Bank sitzt in Zukunft Konstantin Bitter; von ihrem bisherigen Co-Trainer haben sich die Roten Raben einvernehmlich getrennt.

Ausdrücklich werden alle Fans noch einmal auf die ungewohnte Anfangszeit 18.30 Uhr hingewiesen; Hintergrund ist, dass am letzten Spieltag alle Partien zeitgleich angepfiffen werden müssen.


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