15.03.2019, 08:58 Uhr

Auswärts-Doppel in Potsdam und Berlin „Echtes Endspiel“ für die Roten Raben beim SC Potsdam

Nicht nur Hände schütteln, sondern auch Punkte mitnehmen wollen die Roten Raben in Potsdam und Berlin. (Foto:  Andreas Geißer)Nicht nur Hände schütteln, sondern auch Punkte mitnehmen wollen die Roten Raben in Potsdam und Berlin. (Foto: Andreas Geißer)

Jetzt gilt’s für die Roten Raben! In zwei Partien binnen 20 Stunden fällt an diesem Wochenende die Vorentscheidung über ihre Platzierung zum Ende der Bundesliga-Hauptrunde und eingangs der am letzten März-Wochenende startenden Playoffs.

POTSDAM/VILSBIBURG Wenn die Truppe von Trainer Timo Lippuner am Samstag (19 Uhr) beim SC Potsdam und tags darauf am Sonntag (15 Uhr) beim VCO Berlin antritt, wird neben der Taktiktafel immer auch der Rechenschieber verfügbar sein, denn das Gedränge im Mittelfeld der Tabelle ist nach wie vor so groß, dass die Reihenfolge noch kräftig durcheinandergewirbelt werden kann.

Zu den Fakten: Die Raben sind nach der Niederlage am Mittwoch in Münster mit 30 Zählern auf Platz 7 gerutscht, haben allerdings den Vorteil, dass sie als einziges Team noch in drei Spielen punkten können (am letzten Spieltag daheim gegen den Vorletzten Erfurt). Alle Konkurrenten, die tabellarisch in der Nähe liegen, haben dagegen nur noch zwei Partien zu absolvieren, können also maximal sechs Zähler sammeln – die Raben neun.

Acht würden in jedem Fall genügen, um den angestrebten fünften Rang noch zu realisieren, weil man mit dann 38 Zählern sicher an Münster und Aachen vorbeiziehen würde, die momentan mit jeweils 31 Punkten die Plätze 5 und 6 belegen. Und sogar Vierter (gleichbedeutend mit Heimvorteil im Playoff-Viertelfinale) könnte Vilsbiburg bei diesem Rechenbeispiel noch werden, wenn Potsdam (aktuell 36) sein letztes Match in Stuttgart nicht gewinnt.

Andererseits: Sollten die Roten Raben am Samstag beim SCP leer ausgehen, wird es sehr schwer für sie, besser als auf Platz 6 abzuschließen. Timo Lippuner spricht deshalb von einem „echten Endspiel“ in der MBS-Arena am Luftschiffhafen – und er sagt auch: „Wer mehr bereit ist für den Sieg, wird ihn davontragen.“

Klar, dass der Coach diese Einstellung von seinen Damen erwartet. Das 0:3 in Münster müsse ein Ausrutscher bleiben, denn: „Nach unserer langen Aufholjagd seit Januar mit den damit verbundenen Top-Heimsiegen gegen Potsdam, Aachen und Dresden sowie dem hart erkämpften 3:1 gegen Suhl wäre es schade, den Drive nun wegen eines Misserfolgs zu verlieren.“ Maximale Beachtung bei Samstags-Gegner Potsdam verdient Marta Drpa: Die serbische Diagonalangreiferin ist mit stolzen 374 Punkten die mit Abstand beste Scorerin der gesamten Bundesliga.

Nach dem Duell beim Tabellenvierten folgt für die Raben am Sonntag die Partie beim noch sieglosen Schlusslicht VCO Berlin – laut Timo Lippuner eine „Pflichtaufgabe, aber die gilt es auch erst einmal siegreich abzuschließen“. Am Ende einer intensiven Woche wird es darauf ankommen, dass die Vilsbiburgerinnen noch einmal mental absolut bereit sind und körperlich alles aufs Feld bringen, was im vierten Match innerhalb von neun Tagen noch im Tank ist.


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