10.03.2019, 14:26 Uhr

Big Points für die Roten Raben Hart umkämpfter 3:1-Heimsieg gegen Suhl macht Lippuner „doppelt zufrieden“

Nach dem Sieg gegen Suhl müssen die Roten Raben jetzt dreimal auswärts ran. (Foto:  Rote Raben)Nach dem Sieg gegen Suhl müssen die Roten Raben jetzt dreimal auswärts ran. (Foto: Rote Raben)

Was für ein spannendes Match, was für ein wichtiger Heimsieg für die Roten Raben: Mit dem 3:1 (25:23, 18:25, 25:23, 25:22)-Erfolg gegen den VfB Suhl LOTTO Thüringen haben sie mit Blick auf die Playoffs drei echte Big Points eingefahren.

VILSBIBURG Vor 1.642 Zuschauern in der Ballsporthalle lieferten sich der Sechste und der Siebte der aktuellen Bundesliga-Tabelle über zwei Stunden einen Kampf, der an Leidenschaft und Intensität nicht zu überbieten war und in dem letztendlich Kleinigkeiten den Ausschlag gaben für den verdienten Vilsbiburger Sieg.

Die Raben nahmen das Duell der Tabellennachbarn mit einer personellen Änderung im Vergleich zum Auswärtssieg in Straubing vor einer Woche in Angriff: Die von ihren Ellbogenproblemen genesene Channon Thompson kehrte ins Team zurück und bildete mit Daria Przybylak das Duo der Außenangreiferinnen. Ansonsten vertraute Timo Lippuner der im Derby erfolgreichen Formation mit Zuspielerin Ilka Van de Vyver, Iris Scholten auf Diagonal, den Mittelblockerinnen Leonie Schwertmann und Eszter Nagy sowie Libera Myrthe Schoot.

Einen halben Satz lang dauerte es, bis die Gastgeberinnen den Schlüssel zu dieser Partie fanden. 3:8 und 8:12 hieß es zunächst aus Sicht der Raben, ehe sie mit einem Zwischenspurt auf 16:15 stellten und später auf 22:20. Bei 23:23 war die Sache wieder ausgeglichen, doch dann war erst Channon Thompson und nach ihr Iris Scholten zur Stelle und machten das 25:23 klar.

Durchgang Nr. 2 gehörte den Gästen, die unter der Regie ihrer Zuspielerin und MVP Taylor Bruns sehenswerte Kombinationen aufzogen. Zwar konnten sich die Raben nach dem 5:12 auf 14:15 heranarbeiten, aber dann mussten sie abreißen lassen und über 15:19 ein 18:25 akzeptieren.

Ein anderes Bild im dritten Abschnitt: Im Bemühen, diesmal einen positiven Start in den Satz hinzulegen, agierten die Raben nun deutlich entschlossener, druckvoller und zwingender. Der Lohn war ein frühes 8:4, das in ein 18:14 und 22:17 mündete. Bei 23:23 wurde es noch mal kribbelig, aber erneut blieben die Gastgeberinnen stabil und behielten mit 25:23 das bessere Ende für sich.

Auch der vierte Satz war eine enge Kiste. Vilsbiburg, nun mit Laura Künzler auf der Diagonalposition, führte 4:1, lag 9:10 zurück und bog bei 16:15 auf die Erfolgsspur ein, wenngleich der Suhler Widerstand bis zum letzten Ballwechsel nicht erlahmte. Daria Przybylak war es, die den zweiten Matchball zum umjubelten 25:22 vergoldete.

Raben-Coach Timo Lippuner zeigte sich im Anschluss „doppelt zufrieden“ mit dem Auftritt seiner Damen. Suhl sei in dieser Saison nicht zu vergleichen mit dem Team der letzten Jahre, und gegen diesen starken Gegner habe man einen Weg gefunden, alle drei Punkte zu erobern. „Die haben wir uns hart erarbeitet“, konstatierte der Schweizer. MVP beim Sieger wurde Libera Myrthe Schoot, überragende Scorerin war Channon Thompson mit 25 Punkten, gefolgt von Eszter Nagy mit 14. Beim VfB sammelte Tereza Patockova 17 und Anniek Siebring 16 Zähler.

In der kommenden Woche stehen für die Roten Raben nun drei Auswärtsspiele in Folge auf dem Programm. Am Mittwoch gastieren sie beim USC Münster, am Samstag beim SC Potsdam und am Sonntag beim VCO Berlin. Den Abschluss der Hauptrunde bildet dann das Heimspiel gegen Schwarz-Weiß Erfurt am Samstag, 23. März, 18.30 Uhr.


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