07.03.2019, 16:46 Uhr

Was für eine faustdicke Überraschung Markus Jell aus Altfraunhofen ist Deutscher Eisspeedway-Meister!


Riesige Überraschung: Markus Jell (Altfraunhofen/MSC Teisendorf) holte sich bei der Deutschen Eisspeedway-Meisterschaft in Berlin den Titel. Er verwies alle anderen Teilnehmer auf die Plätze. Weil Hans Weber (Schliersee) Vizemeister wurde, gab es sogar einen Doppelsieg für die Fahrer vom Inn Isar Iceracing Team des MSC Teisendorf.

BERLIN/ALTFRAUNHOFEN Markus Jell gewann alle fünf Läufe und unterstrich so seine derzeitige Top-Form . „Markus ist ein super Rennen gefahren und hat sich für höhere Aufgaben empfohlen. In meinem dritten Lauf ist mir an meinem Hauptmotorrad die Federgabel kaputtgegangen, da kann man nichts machen. Aber ich freue mich wirklich für meinen Teamkollegen in unserem Inn-Isar Racing Team und bin froh, dass ich so einen super Typen an meiner Seite habe“, so Hans Weber.

Jell konnte seinen Triumph bei der Siegerzeremonie nicht fassen: „Ich habe irgendwie schon gehofft, aufs Podest zu fahren, aber dass es so gut läuft, hätte ich nie gedacht. Der Hans und ich haben uns in Russland gut vorbereitet. Da habe ich mir einiges von ihm abschauen können.“ Weber fügte scherzhaft hinzu: „Da hilfst du ihm und dann rasiert er dich.“

Die Ergebnisse Eisspeedway-DM:

1. Markus Jell, 15 Punkte. 2. Hans Weber 14. 3. Franz Mayerbüchler 13. 4. Max Niedermaier 11. 5. Stefan Pletschacher 11. 6. Tobias Busch 8. 7. Marc Geyer 8. 8. Christoph Kirchner 6.

Es blieb jedoch keine Zeit zum Feiern, denn bereits nächsten Tag ging es für den 36-jährigen Kfz-Mechaniker weiter mit dem Training zur Eisspeedway-Weltmeisterschaft. Dort stand Jell als Reservefahrer zur Verfügung und sollte auch seine Einsätze bekommen.

Am ersten Tag kam Jell zu zwei Einsätzen, blieb aber ohne Punkte. Beim ersten Einsatz ging es gegen drei russische Fahrer und beim zweiten Einsatz, ausgerechnet mit Inn Isar-Teamkollege Weber kam Jell zu Fall und flog samt Motorrad ins Infield. Dieses war danach nur noch schrottreif.

Nach schweren Stürzen waren zwei andere Fahrer am nächsten Tag nicht am Start, sodass Reserve-Fahrer Markus Jell regelmäßig ans Startband rollen durfte. Der neue Deutsche Meister aus dem Landkreis Landshut stand allerdings kurzzeitig ohne Motorrad da, da dieses nach dem Samstagscrash nicht mehr reparabel war. Der Schwede Niclas Svensson bot sein Ersatzmotorrad an und mit diesem schaffte Jell dann noch starke vier Punkte und rangiert somit auf Rang 18 der WM.

Als Reservefahrer auch beim Grand Prix in Inzell

Nun hat Markus Jell noch ein paar Tage Zeit, um das neue Motorrad fertig zu bekommen, ehe er in Inzell bei der Weltmeisterschaft (15. bis 17. März) wiederum als Reservefahrer dabei ist, wo der Veranstalter, die Landesgruppe Südbayern des Deutschen Motorsportverbandes (DMV), heuer alle Eisspeedwayfans und die es werden möchten am Freitag bei freien Eintritt zum Training einlädt.


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