18.01.2019, 16:27 Uhr

Ein Wiedersehen mit Stuttgart Die Roten Raben wollen Mut und Siegeswillen zeigen

Channon Thompson (re.) will aus Stuttgart mehr mitnehmen als nur einen warmen Händedruck. (Foto:  Andreas Geißer)Channon Thompson (re.) will aus Stuttgart mehr mitnehmen als nur einen warmen Händedruck. (Foto: Andreas Geißer)

Nur anderthalb Wochen nach dem Match in der Ballsporthalle treffen die Roten Raben zum Rückrundenauftakt am Sonntag erneut auf Allianz MTV Stuttgart, diesmal in der SCHARRena, dem stimmungsvollen Wohnzimmer des souveränen Bundesliga-„Herbstmeisters“.

STUTTGART/VILSBIBURG Können die Vilsbiburgerinnen dem Wiedersehen im TV-Live-Spiel (Sport1 überträgt ab 19.10 Uhr) eine andere Richtung geben als dem jüngsten Duell, das vor heimischer Kulisse trotz einer respektablen Leistung mit 0:3 verloren ging?

Der Spitzenreiter aus der baden-württembergischen Landeshauptstadt hat in der Bundesliga-Hinrunde alle elf Spiele gewonnen und war – inklusive DVV-Pokal – in dieser Saison auf nationaler Ebene bis dato buchstäblich unschlagbar. Auf die Raben wartet also eine wahre Herkulesaufgabe.

Fakt ist freilich auch, dass das Team von Coach Timo Lippuner seinerseits wieder in die Erfolgsspur eingebogen ist. Dem wichtigen 3:0 gegen Potsdam folgte der Drei-Satz-Pflichtsieg in Erfurt, so dass sich Leonie Schwertmann und Co. als aktueller Tabellensiebter in den nächsten Wochen nach oben orientieren können.

Die jüngsten Ergebnisse und Leistungen haben die Stimmung im RabenNest spürbar angehoben, was auch am Statement des Trainers abzulesen ist: „Wir brauchen uns auf keinen Fall zu verstecken. Die Spielerinnen sind extrem motiviert, sie freuen sich sehr auf die große Herausforderung beim Tabellenführer und auf ein spannendes Spiel.“

Natürlich ist Lippuner aber Realist genug, um zu wissen, dass seine Damen einen absoluten Sahnetag erwischen müssen, um etwas Zählbares mitzunehmen. Dass es nicht unmöglich ist, gegen das Top-Team zu punkten, hat sich erst am Mittwoch gezeigt, als der – am letzten Samstag in Vilsbiburg noch chancenlose – SC Potsdam die Schwäbinnen in ein Tiebreak-Match zwang und ihnen so einen Zähler stibitzte. Vier Sätze lang ging’s in diesem Duell richtig eng zu, ehe der Favorit im Rekordtempo mit 15:3 durch den fünften stürmte. Überragende Scorerin bei Stuttgart war einmal mehr Diagonalangreiferin Krystal Rivers mit 22 Punkten.

„Sie macht immer wieder den Unterschied“, weiß Timo Lippuner. Und ergänzt: „Wenn wir es aber schaffen, vor allem die Außenangreiferinnen und die Zuspielerin zu beschäftigen, dann könnte es trotzdem für eine kleine Sensation reichen.“ Mit ihrem bekannt starken Aufschlagspiel und einer deutlich stärkeren Blockarbeit als zuletzt in Erfurt wollen die Roten Raben wichtige Akzente setzen, auch als Underdog müsse man „eine mutige Haltung und eine gehörige Portion Siegeswillen“ an den Tag legen, fordert der ehrgeizige Coach, der personell mit Ausnahme von Myrthe Schoot (Aufbautraining nach Meniskus-OP) erneut aus dem Vollen schöpfen kann.


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