16.11.2018, 11:46 Uhr

Die Roten Raben „sind bereit“! Vilsbiburger Heimspiel-Auftakt gegen Wiesbaden nach 238 Tagen Pause

Gelingt den Roten Raben am Samstag der erste Heimsieg? (Foto:  Peter Pilsner)Gelingt den Roten Raben am Samstag der erste Heimsieg? (Foto: Peter Pilsner)

Das Warten hat ein Ende: 238 Tage nach dem Playoff-Viertelfinale gegen Stuttgart, mit dem für die Roten Raben die Saison 2017/18 zu Ende ging, steigt in der Ballsporthalle wieder ein Bundesliga-Heimspiel. Am Samstag um 19 Uhr gastiert der VC Wiesbaden im RabenNest, und es versteht sich von selbst, dass die Mannschaft diesem Match und dem lange ersehnten Wiedersehen mit den eigenen Fans entgegenfiebert.

VILSBIBURG „Wir sind bereit“, signalisiert Cheftrainer Timo Lippuner, „freuen uns auf ein intensives Spiel und wollen die ersten Punkte einfahren!“ Als „Sponsor of the day“ unterstützt die Firma Flottweg diesen Volleyball-Abend.

Wie schon bei der Auftaktniederlage am letzten Samstag in Aachen (1:3) bekommen es die Vilsbiburgerinnen bei der Heim-Premiere mit einem richtig starken Gegner zu tun, der eine sehr respektable Frühform aufweist. Zum Liga-Start setzte der VCW gleich mal ein Zeichen, als er gegen Potsdam aus einem 0:2-Rückstand einen 3:2-Sieg machte. Auch zuletzt in Stuttgart präsentierten sich die Hessinnen äußerst widerstandsfähig, zwangen den Titelmitfavoriten in den Tiebreak und stibitzten am Ende einen wertvollen Auswärtszähler aus der SCHARRena. Und im Pokal-Achtelfinale kam Wiesbaden zu einem glatten 3:0 gegen Erfurt.

VCW-Coach Dirk Groß verfüge über eine sehr homogene Mannschaft, „die insbesondere in der Defensive überzeugt“, weiß sein Kollege Lippuner. „Für uns“, so der Schweizer, „wird es daher wichtig sein, geduldig zu spielen und an die eigenen Stärken zu glauben, auch wenn der Ball manchmal zwei oder drei Anläufe braucht, bis er beim Gegner am Boden landet.“ Aktuell haben die Raben den Trainingsschwerpunkt auf die Abstimmung im Spielaufbau gelegt, um sich die Automatismen zu erarbeiten, die zuletzt noch ein Stück weit gefehlt haben.

Dass nach dem Aachen-Spiel, wo der Trainer von seinem Team nur anderthalb gute Sätze gesehen hatte, eine Steigerung erforderlich ist, weiß Lippuner. Er fordert u.a. mehr Konsequenz im Block: „Hier müssen wir noch disziplinierter arbeiten.“ Denn Routinier Karolina Bednarova und Neuzugang Nele Barber als Säulen der VCW-Offensive seien in der Lage, „zuverlässig und aus allen Lagen“ zu punkten.

Die Raben, bei denen Annika Kummer nach ihrer Knieverletzung noch nicht wieder an Bord ist, sind heiß auf den ersten Auftritt in ihrem sportlichen Wohnzimmer. Die Ballsporthalle soll gegen Wiesbaden wieder brodeln; die lautstarke Unterstützung des Publikums könnte in einem engen Match der entscheidende Pluspunkt für Kapitän Leonie Schwertmann, Myrthe Schoot und Co. sein. Die niederländische Libera, zuletzt mit ihrem Nationalteam glänzende WM-Vierte in Japan, ist besonders motiviert, gibt sie doch nach sechs Jahren ihr Comeback im Raben-Trikot vor den heimischen Fans. Ein Sieg soll diesen speziellen Abend veredeln.


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