04.06.2018, 08:25 Uhr

Tyler Cooper wird zweiter Jugendcoach Die Baskets Vilsbiburg investieren in den eigenen Nachwuchs

Eine Investition in die Zukunft: Tyler Cooper wird der zweite hauptamtliche Jugendtrainer der Baskets. (Foto:  Baskets Vilsbiburg)Eine Investition in die Zukunft: Tyler Cooper wird der zweite hauptamtliche Jugendtrainer der Baskets. (Foto: Baskets Vilsbiburg)

Vor gut sechs Wochen ging für die Baskets Vilsbiburg mit dem emotionalen Abschied von Holger Prote eine lange und intensive Saison zu Ende. Seitdem ist es um die Vilsbiburger Korbjäger in der Öffentlichkeit ruhig geworden. Im Hintergrund wurde derweil freilich akribisch gearbeitet, und so haben die Verantwortlichen intensive Gespräche mit Neucoach Marc Vilas über den Regionalligakader und die künftige Ausrichtung der Baskets geführt.

VILSBIBURG Dass die erste Personalentscheidung dabei nicht im Zusammenhang mit dem Regionalligateam getroffen wurde, sondern erneut im Bereich der Nachwuchsförderung, sagt viel über die künftige Ausrichtung der Vilsbiburger aus. Mit dem Amerikaner Tyler Cooper verpflichten die Baskets neben Vilas einen weiteren hauptamtlichen Jugendtrainer, um das Nachwuchskonzept weiter zu stärken.

Bereits vor dem Abschied von Prote stand für die Vilsbiburger Verantwortlichen fest, in Zukunft noch mehr eigene Nachwuchsspieler auf- und ins Regionalligateam einzubauen: „Dazu braucht man viel Geduld. Ich bin aber sehr ehrgeizig und erfolgsorientiert. Deshalb ist ein anderer Trainer für diese Aufgabe wahrscheinlich besser geeignet“, stellte Holger Prote fest und übergab sein Amt daher mit großem Vertrauen an seinen Nachfolger Marc Vilas, der seit 2015 hauptamtlicher Jugendtrainer bei den Baskets ist und als Co-Trainer Prote bei der ersten Mannschaft unterstützt hat.

Die Baskets haben in den letzten Jahren sehr viel in den Ausbau der Jugendarbeit investiert. Hatte die Abteilung vor zehn Jahren gerade einmal ein Team in der U14 gemeldet, kann man aktuell mit 14 Trainern sowie einer U8, U10, U12, U14, U16 und U18 sowie zwei Nachwuchsmannschaft im Seniorenbereich aufwarten. Außerdem betreuen Marc Vilas und Jodi Kreutzer vier SAGs und zahlreiche Schulpromotions und Basketball-Events, um neue Kinder für den Basketball zu gewinnen. Insgesamt gehen die Vilsbiburg in der kommenden Spielzeit erneut mit über 100 Kindern und Jugendlichen im Spielbetrieb an den Start.

„Wir haben uns in den letzten zehn Jahren zum Basketball-Standort Nummer 1 in Niederbayern entwickelt. Mit zwei hauptamtlichen Jugendtrainern müssen wir auf Regionalliga-Niveau auch bundesweit keinen Vergleich scheuen. Umso erfreulicher ist es natürlich, dass Marc Vilas diesen Weg nicht nur mitgehen, sondern unsere Aktivitäten weiter intensivieren will“, freut sich Abteilungsleiter Hermann Mayr auf die Umsetzung der künftigen Aufgaben.

Mit Tyler Cooper, der auf Empfehlung von Vilas an die Vils gelockt wurde, wird der Baskets-Familie nun ein weiteres Puzzlestück hinzugefügt. Der sympathische Amerikaner war bereits im April als Gasttrainer im Rahmen des internationalen Turniers in Wien mit den Vilsbiburgern auf Tour und saß beim Bayernpokal-Finale sogar auf der Bank. Bei den Verantwortlichen und Spielern hat er mit seiner Art einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Als Spieler war Cooper für die Metropolitan State University in Denver (Colorade) aktiv. Nach seiner Karriere als Spieler sammelte er als Trainer an der Western Oregon University und der Metropolitan State University Erfahrung. Seit er wieder in seinem Heimat-Bundesstaat zurück ist, leitet er ein Jugend- und Highschool in Südkalifornien mit über 60 Kindern. In Vilsbiburg wird er als Headcoach für die U18 verantwortlich sein.

Darüber hinaus wird er wie Marc Vilas, der neben der Regionalliga auch die U16 coacht, in jeder Altersklasse ein Training leiten, um ein durchgängiges Jugendkonzept bis hin zur Regionalliga sicherzustellen. „Mir geht es in erster Linie nicht um Platzierungen. Ich will, dass mein Team härter arbeitet als andere Teams in der Liga. Dann kommen die Resultate von alleine. Ich bin der festen Überzeugung, dass es als Spieler keine besonderen Fähigkeiten oder Talent braucht. Wenn man den Willen hat, hart an sich zu arbeiten, ist alles möglich“, beschreibt der Neuzugang seine Philosophie.


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