07.05.2018, 14:28 Uhr

ACL gewinnt in Stralsund mit 52:35 Die Landshuter Devils bremsen die Nordsterne aus

Die ACL Devils (in roten Shirts) jubelten über den Sieg in Stralsund. (Foto:  Bernd Quaschning)Die ACL Devils (in roten Shirts) jubelten über den Sieg in Stralsund. (Foto: Bernd Quaschning)

Der AC Landshut ist in der 1. Speedway-Bundesliga weiterhin nicht zu bremsen. Am Samstagnachmittag holte sich der deutsche Rekordmeister in Stralsund mit einem überlegenen 52:35-Triumph die nächsten Punkte und kann somit weiter von einem Finaleinzug träumen.

STRALSUND/LANDSHUT „Das war ein wichtiger und verdienter Sieg für unsere Jungs heute“, freute sich Sportleiter Stefan Hofmeister nach dem ersten Auswärtsrennen der AC Landshut Devils in dieser Saison. „Natürlich hatten wir mit einem Sieg geliebäugelt, aber jedes Rennen muss erst einmal gefahren werden, und wir durften ja erst zum Saisonauftakt wieder sehen, wie technische Probleme und Ausfälle eine vermeintlich einfache Aufgabe plötzlich schwieriger gestalten.“ Der Teufel im Detail lugte auch diesmal hier und da wieder hervor, konnte aber erfolgreich in Schach gehalten werden.

Die Gäste aus Niederbayern starteten zunächst wunschgemäß mit einem 4:2 von Leon Madsen und Mark Riss gegen Lokalmatador Tobias Busch und Hynek Stichauer, der bei den Gastgebern als Ersatz für Stanislav Melnychuk kurzfristig eingesprungen war. Melnychuk, ursprünglich als Ersatz für den durch einen Schlüsselbeinbruch ausgefallenen Zdenek Holub nominiert, hatte zwischenzeitlich ebenfalls einen Schlüsselbeinbruch erlitten.

Hatten die Gastgeber beim ersten Anlauf noch die Nase vorne, erwischte Leon Madsen beim Rerun den besseren Start und konnte für die Landshuter punkten. Nach einem ausgeglichenen 3:3 für Martin Smolinski und Stephan Katt gegen Daniel Kaczmarek und Lukas Baumann – Katt hatte durch einen Aufsteiger seine sicher wirkende dritte Position eingebüßt – und einem 5:1 für Valentin Grobauer und Sandro Wassermann gegen Mathias Bartz und Ronny Weis gingen die Devils bereits mit 6 Punkten Vorsprung in die erste Bahndienstpause.

Diesen konnten sie bis vor Heat 9 auf immerhin 12 Punkte ausbauen, obwohl der ein oder andere Punkt bereits aufgrund technischer Probleme auf der Strecke blieb. So büßte Mark Riss ein, als er in Heat 8 in der vorletzten Runde plötzlich Leistung verlor; er profitierte aber vom Ausfall Lukas Baumanns, rettete sich buchstäblich über die Ziellinie und damit auch noch einen Punkt.

Beim Stand von 18:30 setzten die Gastgeber in Heat 9 schließlich Tobias Busch als Joker ein. Dieser schien zunächst zu verpuffen, als Valentin Grobauer im zweiten Rerun einen super Start erwischte; nach einem Aufsteiger konnte er jedoch von Tobias Busch noch abgefangen werden, der damit voll punktete. Gleich im nächsten Lauf erfüllte Busch wiederum die in ihn gesetzten Hoffnungen als taktische Reserve, holte erneut die maximale Punktausbeute, und plötzlich war der Vorsprung der Devils – die sich in zwei Läufen mit ganzen drei Punkten begnügen mussten – auf drei Punkte zusammengeschmolzen.

Ein Signal für die ambitionierten Gäste, nun nichts mehr anbrennen zu lassen. Mit einem 4:2 durch Mark Riss und Valentin Grobauer gegen Tobias Busch und Mathias Bartz sowie einem 5:1 der beiden Landshuter Topfahrer Madsen und Smolinski gegen Stichauer/Kaczmarek und zwei weitere 5:1 in den beiden Finalläufen konnten die Devils ihren Vorsprung schließlich auf 17 Punkte ausbauen und gewannen mit 52:35.

„Es hat sich auch heute wieder gezeigt, dass der Schlüssel zum Erfolg in einer möglichst ausgeglichenen Mannschaftsleistung liegt“, resümierte Teamchefin Kerstin Rudolph auf dem Siegerpodest. „Man konnte deutlich merken, dass die Nordsterne mit erheblichem Kampfeswillen angetreten waren, um die Scharte von ihrem Auftaktrennen in Wittstock auszumerzen.

Zwar hatten wir heute insbesondere auf den C-Positionen etwas Pech, konnten dies aber auf den anderen Positionen ausgleichen“, ergänzte der 1. Vorsitzende des ACL, Christian Schmid.

Die eingefahrene Punktedifferenz tut den Teufeln gut – insbesondere, da sie beim nächsten Auswärtsrennen am 23. Juni gegen Wittstock antreten müssen, das sich im bisherigen Verlauf der Saison als sehr starkes Team erwiesen hat und die Bundesligatabelle derzeit mit besserer Punktedifferenz vor den Devils anführt.


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