11.03.2018, 11:16 Uhr

1. Halbzeit hui, 2. Halbzeit pfui Baskets Vilsbiburg retten sich gegen Jena zu 100:87-Heimerfolg

Youngster Max Wagner hatte sich während der Woche einen Platz in der Starting-Five erkämpft. (Foto:  Steffen Schuhart)Youngster Max Wagner hatte sich während der Woche einen Platz in der Starting-Five erkämpft. (Foto: Steffen Schuhart)

Nach zwei Basketball-Krimis in den letzten beiden Heimspielen machten es die Vilsbiburger auch am vergangenen Samstag noch einmal unnötig spannend. Gegen die Bundesliga-Rreserve aus Jena dominierten die Prote-Schützlinge vor 500 Zuschauern in der ersten Halbzeit nach Belieben, lagen zwischenzeitlich mit 27 Punkten in Front und mussten am Ende dennoch ein wenig zittern. Mit 100:87 (57:35) konnte man dennoch den fünften Sieg in Folge einfahren und festigte damit den dritten Tabellenplatz.

VILSBIBURG Die Baskets starteten mit einer 1-1-2-1-Zonenverteidigung in die Partie und erwischten die Gäste aus Ostthüringen damit auf dem völlig falschen Fuß. Youngster Max Wagner machte in der Verteidigung einen großartigen Job und erstickte den Spielaufbau der Gäste phasenweise im Keim. Andy Goderbauer, am Ende mit 22 Punkten (davon fünf Dreier) Topscorer der Partie, und Kapitän Michael Mayr trafen im ersten Abschnitt aus allen Lagen und brachten die Vilsbiburger bis zum Viertelende mit 13 Punkten in Front (31:18).

Bis kurz vor der Halbzeit das gleiche Bild: Über eine starke Defense ließ man Jena überhaupt nicht ins Spiel kommen und erspielte sich selbst in der Offensive immer wieder offene Würfe, die Leierseder, Hoffmann und Co. eiskalt verwandelten (53:26; 16. Spielminute). Doch anstatt weiter Druck zu machen, schalteten die Vilsbiburger bereits vor der Halbzeit einen Gang nach unten und ließen Jena so besser ins Spiel kommen. Zwar lag man zur Halbzeit noch immer deutlich in Front (57:35), doch die Dominanz wie in der Anfangsphase war nicht mehr erkennbar.

„Wir haben unseren Game-Plan in der ersten Halbzeit perfekt umgesetzt und Jena mit unserer Verteidigung vor große Probleme gestellt. Allerdings haben wir es kurz vor der Pause nicht geschafft, den Sack endgültig zuzumachen und die Gäste so im Spiel gehalten“, zeigte sich Coach Holger Prote mit der Schlussphase vor dem Seitenwechsel nicht zufrieden.

Zwar startete man mit drei Novy-Punkten perfekt in die zweite Halbezeit, doch der Spielfluss sollte auch in der Folge ins Stocken geraten. Erst musste Kapitän Michael Mayr mit Schmerzen in der Schulter das Feld verlassen und nur eine Minute später nahm Center Lubos Novy durch zwei völlig überflüssige Fouls mit fünf Fouls auf der Bank Platz. Jena nutzte die Schwächephase der Baskets aus, entschied das dritte Viertel mit 21:29 für sich und verkürzte den Rückstand zehn Minuten vor dem Ende auf 14 Punkte (64:78).

Jetzt witterte das Bundesliga-Farmteam noch einmal eine Chance, erhöhte den Druck in der Verteidigung und zwang Vilsbiburg im Schlussviertel so zu zahlreichen unnötigen Ballverlusten. Punkt um Punkt schmolz der einst so komfortable Baskets-Vorsprung und das Spiel war eineinhalb Minuten vor dem Ende plötzlich wieder völlig offen (93:87). Doch Jena schaffte es in den verbleibenden Angriffen nicht mehr zu punkten. Kendall Timmons und Josi Leierseder machten den Sack endgültig zu und Jordan Aboki setzte mit einem Freiwurf zum 100:87 den Schlusspunkt einer erneut spannenden Partie.

„Wir haben bärenstark begonnen, in der zweiten Halbzeit aber auch genauso stark nachgelassen und wieder versucht, über Einzelaktionen das Spiel zu entscheiden“, war Coach Holger Prote trotz des Heimsieges nach der Partie nicht zufrieden.

Kommenden Samstag geht es für die Vilsbiburger zum vorletzten Auswärtsspiel der Saison zu Tabellenschlusslicht Zwickau. Abfahrt an der Vilstalhalle ist um 12 Uhr (Zwischenstopp 12.20 Uhr Grieserwiese Landshut).


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