11.03.2018, 00:41 Uhr

Nach der 1:3-Niederlage in Potsdam Rote Raben treffen im Playoff-Viertelfinale auf Stuttgart

Laura Künzler (re.) und Lena Stigrot müssen in den Playoffs gegen Stuttgart ran. (Foto:  Georg Gerleigner)Laura Künzler (re.) und Lena Stigrot müssen in den Playoffs gegen Stuttgart ran. (Foto: Georg Gerleigner)

Die Roten Raben haben am Samstagabend das letzte Punktspiel der Bundesliga-Saison 2017/18 beim SC Potsdam mit 1:3 (25:15, 18:25, 19:25, 15:25) verloren. Damit gehen die Schützlinge von Cheftrainer Timo Lippuner nach Abschluss der Hauptrunde als Tabellenachter in die Playoffs, wo sie im Viertelfinale auf den Erstplatzierten Allianz MTV Stuttgart – der am Samstag zu Hause gegen Schwerin mit 2:3 unterlag – treffen.

POTSDAM/VILSBIBURG Spiel 1 der Best-of-three-Serie findet am kommenden Samstag, 17. März, in der Schwaben-Metropole statt, Spiel 2 dann am Samstag, 24. März, in Vilsbiburg. Sollte ein drittes Match erforderlich werden, fällt die Entscheidung am Mittwoch, 28. März, wiederum in Stuttgart.

Vor 1.477 Zuschauern in der Potsdamer MBS-Arena präsentierten sich die Roten Raben, die auf Marlies Wagendorp (Knieverletzung) und Mira Heimrich (Grippe) verzichten mussten, zu Beginn hochkonzentriert. Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase (7:7) nahmen sie mit fortlaufender Dauer des ersten Satzes immer mehr Fahrt auf und setzten sich über 19:12 mit 25:15 durch. Laura Künzler, die nach dem Match zur Sports&Travel-MVP gewählt wurde, beendete diesen Satz auf eine zu diesem Zeitpunkt symptomatische Weise, als sie nach einem langen Ballwechsel mit einem trockenen Angriffsschlag kurzen Prozess mit den Gastgeberinnen machte.

Diesen gelang es jedoch, ihren Fehlstart zu korrigieren. Im zweiten Durchgang war der SCP bald Herr im eigenen Haus (12:6), brachte nun seine Top-Scorerin Marta Drpa (insgesamt 18 Punkte) besser ins Spiel und glich mit 25:18 zum 1:1 aus.

Satz Nummer drei besaß vorentscheidenden Charakter. Die Führung wechselte mehrfach, noch bei der zweiten technischen Auszeit lagen die Raben mit 16:14 vorne. Was folgte, war ein Neun-Punkte-Lauf der Potsdamerinnen, der von Vilsbiburger Seite auch mit zwei Auszeiten und mehreren Wechseln nicht zu stoppen war. Am Ende machte der SCP aus dem 23:16 ein 25:19 und ging mit 2:1-Sätzen in Führung.

Die Gäste fanden keinen Weg mehr zurück ins Spiel. Über 5:8 und 8:16 mussten die Damen um Kapitän Lena Stigrot, mit 16 Zählern erfolgreichste Punktesammlerin ihres Teams, den vierten Satz mit 15:25 und das Match mit 1:3 abgeben. Timo Lippuner zeigte sich ernüchtert: „Wir hatten heute zu wenig Power und Energie, Potsdam dagegen hintenraus mehr Biss. Der Sieg des Gegners geht in Ordnung, von unserer Seite war das unter dem Strich zu wenig.“


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