01.03.2018, 11:35 Uhr

Neues Eishockey-Mekka im Landkreis Sensations-Silber-Medaille wurde in Altfraunhofen geplant


Die Silber-Medaille für die Eishockey-Nationalmannschaft ist eine der größten Überraschungen der Sportgeschichte. Großen Anteil hatten daran auch einige gestandene Niederbayern, allen voran natürlich Bundestrainer Marco Sturm (39), der seit seiner Rückkehr aus den USA mit seiner Familie in Altfraunhofen lebt. Fester Bestandteil im Trainerteam ist Sturms Schwager Christian Künast (46), ehemaliger Nationaltorhüter, Ex-EVL-Goalie und 2002 als Spieler bei Olympia dabei. Auch er lebt in Altfraunhofen.

PYEONGCHANG/ALTFRAUNHOFEN Mit im Trainer-Boot hatte der ehemalige NHL-Star Sturm, der kurz vor Olympia seinen Vertrag als Bundestrainer und Generalmanager bis 2022 verlängert hatte, mit Tobias Abstreiter einen weiteren Landshuter, der jedoch kurz vor Olympia absagen musste, weil er bei der Düsseldorfer EG als Cheftrainer einspringen musste.

Bei der Zusammenstellung des Olympia-Kaders hatte es viele Zweifler gegeben, doch Sturm und sein Trainerteam hielten an ihren Spielern fest – und sollten recht behalten. „Normalerweise sitzen wir zu Hause auf der Coach und schauen dieses Finale“, sagte der gebürtige Dingolfinger Sturm. „So ein Spiel gibt es nur einmal im Leben.“ Daher konnte sich der 39-Jährige nicht allzu sehr über die unglückliche 3:4-Finalniederlage ärgern. Denn, die Jungs flogen mit der Silber-Medaille um den Hals nach Hause.

Ähnlich positiv sah es auch Gerrit Fauser: „Das gesamte Turnier, das ganze Drumherum – das ist etwas für die Ewigkeit. Da werden die Leute noch in 50 Jahren von sprechen“, sagte der Stiefsohn von Franz Steer und Sohn von Michaela Steer-Fauser, Leiterin der Eiskunstlauf-Abteilung beim EVL. Der Wolfsburger DEL-Profi, der die kompletten Nachwuchsteams des EV Landshut durchlaufen hat, hat seit einem Pucktreffer gegen die Schweiz eine dicke, genähte Lippe. Der 28-Jährige über die knapp verpasste Gold-Medaille: „Wir hatten sie. Schade. Am Ende hatten die Russen einfach eine wahnsinnig hohe Qualität. Aber man muss auch gratulieren. Sie haben ein sehr, sehr gutes Turnier gespielt.“


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