15.12.2017, 14:36 Uhr

Schweres Auswärtsspiel in Leitershofen Angeknockte Baskets wollen zurück in die Erfolgsspur

Josi Leierseder (am Ball) möchte das Jahr 2017 mit einem Baskets-Sieg beenden. (Foto:  Birgit Schmideder)Josi Leierseder (am Ball) möchte das Jahr 2017 mit einem Baskets-Sieg beenden. (Foto: Birgit Schmideder)

Im letzten Spiel des Jahres gastieren die Baskets Vilsbiburg am Samstagabend (Spielbeginn 19.30 Uhr) beim Rangachten BG Topstar Leitershofen/Stadtbergen. Nach zwei bitteren und unnötigen Niederlagen in Folge müssen die Vilsbiburger dabei definitiv eine andere Leistung aufs Spielfeld bringen, als in den Partien gegen Gotha (62:91) und gegen Herzogenaurach (74:88). Auch wenn die Baskets aktuell noch auf dem ersten Platz thronen – der einst so komfortable Vorsprung wurde innerhalb von sieben Tagen verspielt und so könnte man bei einer weiteren Niederlage bis auf den vierten Platz abrutschen.

LEITERSHOFEN/VILSBIBURG Statt einer besinnlichen Vorweihnachtszeit wurde der Ton unter der Woche rauer. Am Dienstag bekam das Team von Coach Holger Prote eine deutliche Ansage: „Das, was wir am Samstag gezeigt haben, sind nicht die Baskets Vilsbiburg. Ein solches Auftreten kann und will ich in Zukunft nicht mehr akzeptieren.“ Dass die Baskets seit acht Spieltagen ohne Lubos Novy auskommen müssen und nach einer intensiven Hinrunde Kopf und Beine schwer sind, lässt er dabei nicht als Ausrede zählen: „Kein Herz, keine Leidenschaft, kein Einsatz – das hat nichts mit Kraft zu tun, sondern nur mit dem Willen, alles für das Team und den Verein zu geben. Davon war am Samstag aber nichts zu sehen.“

Auch Kapitän Michael Mayr fand nach der desolaten Leistung gegen Herzogenaurach deutliche Worte: „Es ist Zeit, dass sich jeder Spieler hinterfragt, ob er unter der Woche und am Spieltag alles dafür gibt, in der optimalen Verfassung zu sein und dem Team bestmöglich zu helfen. Wir müssen am Samstag gegen Leitershofen auf dem Feld die richtige Antwort geben.“ Die Trainingsintensität, die das Team unter der Woche an den Tag legte, gibt schon mal Grund zur Hoffnung auf eine Trendwende zum Jahresabschluss. Auch wenn die Baskets nach wie vor als Favorit die Reise nach Leitershofen antreten, sollte man spätestens seit Samstag gewarnt sein, keinen Gegner auf die leichte Schulter zu nehmen. Um die Punkte aus Schwaben mitzunehmen, muss das Team über 40 Minuten voll konzentriert und motiviert zu Werke gehen.

Leitershofen belegt aktuell mit fünf Siegen bei sieben Niederlagen den achten Tabellenplatz. Nach einem katastrophalen November, der den Kangaroos vier Niederlagen in Serie beschert hatte, gelang dem Team von Cheftrainer Ian Chadwick mit Start des Dezembers ein wichtiger Heimsieg gegen Rosenheim (74:71). Am vergangenen Wochenende kamen die Gastgeber beim VfL Treuchtlingen mit 61:94 unter die Räder. „Mit der Leistung vom Samstag wird ein Sieg gegen Vilsbiburg Utopie bleiben“, ist man sich in Leitershofen sicher.

Allerdings sollten die Baskets gewarnt sein, zeigten die BG’ler zuletzt in heimischer Halle ein ganz anderes Auftreten als bei den Partien in der Fremde. Personell hat Leitershofen seit Wochen mit dem Ausfall von Routinier und Scharfschütze Emanuel Richter (13,0 Punkte pro Spiel) zu kämpfen. Dafür springen Bernhard Benke (15,2), Nedim Hadzovic (11,7) und Dominik Veney (9,7) in die Bresche. Und auch Point-Guard Jonathan Genck (7,5) wurde rechtzeitig zum Jahresendspurt wieder fit. Auch wenn die Baskets das letzte Spiel des Jahres unbedingt gewinnen wollen: Viel wichtiger ist, mit welcher Einstellung und Körpersprache die Vilsbiburger in Leitershofen auftreten.


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