09.12.2017, 22:20 Uhr

1:3-Niederlage gegen Wiesbaden Wieder kein Erfolgserlebnis für die Roten Raben

Die Roten Raben (re. Leonie Schwertmann) konnten sich gegen Wiesbaden nicht entscheidend durchsetzen. (Foto:  Rote Raben)Die Roten Raben (re. Leonie Schwertmann) konnten sich gegen Wiesbaden nicht entscheidend durchsetzen. (Foto: Rote Raben)

Vor 1.121 Zuschauern in der Ballsporthalle verloren die Roten Raben am Samstagabend das Bundesliga-Heimspiel gegen den VC Wiesbaden mit 1:3 (25:16, 23:25, 12:25, 23:25) und verharren damit auf Tabellenplatz 7 – mit bereits fünf Punkten Rückstand auf den Ranglistensechsten Wiesbaden. Die Truppe von Trainer Timo Lippuner bescherte den Fans ein Wechselbad der Gefühle: Auf einen sehr starken ersten Satz folgten ein unglücklich verlorener zweiter und ein chancenloser dritter Durchgang, ehe die Raben im vierten Satz mit viel Kampf ins Match zurückfanden – und letztendlich doch mit leeren Händen dastanden.

VILSBIBURG „Es ist zum aus der Haut fahren“, ärgerte sich der Coach in einer ersten Reaktion kurz nach dem Match. „Wieder hatten wir unsere Chancen und konnten sie nicht nutzen. In den beiden engen Sätzen haben wir es versäumt, uns zu belohnen. Es will und will und will uns einfach nicht gelingen. Natürlich ist jetzt die Enttäuschung groß.“

Der Wiesbadener Trainer Dirk Groß zeigte sich „besonders stolz“ auf die Leistung seines Teams, die zu drei Auswärtspunkten in Vilsbiburg führte. Man habe den ersten Satz (16:25) benötigt, um sich an die Bedingungen in der Ballsporthalle zu gewöhnen und danach ein kämpferisch starkes Spiel abgeliefert. Groß, der auf drei verletzte Spielerinnen verzichten musste: „Wir haben das Beste herausgeholt, was wir in unserer jetzigen Situation herausholen können.“

Danach sah es in der Anfangsphase der Partie jedoch überhaupt nicht aus. Die Gastgeberinnen präsentierten sich nach der Niederlage am letzten Wochenende in Münster nicht nur hoch motiviert, sondern auch deutlich verbessert. Mit einem famosen Zwischenspurt von 8:7 auf 16:9 zogen die Raben dem VCW im ersten Satz den Zahn, das Resultat von 25:16 war Ausdruck eines in allen Elementen überzeugenden Auftritts, dem Zuspielerin Ilka Van de Vyver maßgeblich den Stempel aufdrückte.

Im zweiten Abschnitt erreichten auch die Gäste Betriebstemperatur, zumal die nun eingewechselte Nationalspielerin Tanja Großer sofort Akzente setzte. In der Endphase des Satzes egalisierten die Raben ein 19:22 zum 22:22, doch bei 23:23 punktete Wiesbaden doppelt und glich zum 1:1 aus.

In der Folge holte sich der VCW – während die Roten Raben völlig von der Rolle waren – den dritten Durchgang mit 12:25. Dann fighteten sich die Roten Raben in den vierten Satz hinein, fanden ihren Rhythmus wieder und agierten auf Augenhöhe, was die Stationen 8:7, 14:14 und 21:21 dokumentierten. Doch in der entscheidenden Phase hatten erneut die Hessinnen hauchdünn das bessere Satz- und damit auch Matchende für sich: 23:25 und damit 1:3 hieß es nach gut anderthalb Stunden in der Ballsporthalle.

Sports&Travel-MVP wurde bei den Roten Raben Jennifer Pettke, die mit 10 Punkten ebenso zweistellig scorte wie Lena Stigrot und Dayana Segovia (je 13) sowie Laura Künzler (11). Als beste Wiesbadener Spielerin wurde Kimberly Drewniok ausgezeichnet. Am kommenden Samstag, 16. Dezember, um 19.30 Uhr gastieren die Vilsbiburgerinnen bei Allianz MTV Stuttgart, im letzten Spiel des Jahres 2017 empfangen sie am Mittwoch, 27. Dezember, den SC Potsdam (17.30 Uhr).


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