03.12.2017, 22:39 Uhr

Kammerer-Team trotzt den Widrigkeiten Alexander Ehl erlöst den EVL in der Overtime

Alexander Ehl (Mi.) erzielte den 5:4-Siegtreffer für den EVL gegen den Deggendorfer SC. (Foto:  Georg Gerleigner)Alexander Ehl (Mi.) erzielte den 5:4-Siegtreffer für den EVL gegen den Deggendorfer SC. (Foto: Georg Gerleigner)

Was für ein packendes Niederbayern-Derby! Der EV Landshut hat am Sonntagabend den Deggendorfer SC mit 5:4 nach Verlängerung in die Knie gezwungen. Die Niederbayern bleiben damit Tabellenvierter in der Oberliga Süd.

LANDSHUT Das Derby gegen den Spitzenreiter hielt vor 2.498 Zuschauern alles, was sich Verantwortliche, Spieler und Fans vorher gewünscht hatten. Die Gäste erwischten jedoch den besseren Start und gingen in der vierten Minute durch Top-Scorer Kyle Gibbons in Führung. Die Rot-Weißen schlugen zurück: Devon Krogh (6.) und Peter Abstreiter (12.) in seinen 500. Spiel für den EVL drehten den Spieß um.

Nach dem Ausgleich durch Curtis Leinweber (24.) übernahmen die Deggendorfer weitgehend das Kommando und die Hausherren hatten große Mühe, das 2:2-Unentschieden zu halten. Doch gegen Ende des Mittelabschnitts ging‘s plötzlich schnell beim EVL: Christopher Schadewaldt (36.) und Max Forster (40.) mit zwei Schüssen aus der Distanz brachten die Landshuter mit 4:2 in Führung und verwandelten das Eisstadion am Gutenbergweg in ein Tollhaus.

Doch die Partie war freilich längst nicht entschieden. Deggendorf steckte nicht auf – und wurde belohnt. Nach einem Doppelschlag in der 51. Minute durch Benedikt Böhm und Ales Jirik war bei 4:4 plötzlich wieder alles offen. Allerdings gelang keinem Team der entscheidende fünfte Treffer und so ging‘s in die Verlängerung. Dort machten die Rot-Weißen kurzen Prozess: Nach nur elf Sekunden wuchtete Alexander Ehl die Scheibe unter die Deggendorfer Latte und bescherte seinem Team den zweiten Punkt.

Gäste-Trainer John Sicinski zollte dem EVL „höchsten Respekt vor dieser Leistung – bei dieser Vielzahl an Ausfällen“. Schließlich hatten mit Stefan Reiter, Max Hofbauer, Billy Trew und Marco Baßler vier Stürmer gefehlt – und David Wrigley konnte Mitte des ersten Drittels nach einem Check gegen den Kopf (Verdacht auf Gehirnerschütterung) nicht mehr weiterspielen. Sicinski weiter: „Wir haben das Spiel im zweiten Drittel verloren. Immerhin haben wir uns zurückgekämpft und einen Punkt gewonnen.“

Mächtig stolz auf sein Team war EVL-Trainer Axel Kammerer: „Wir haben allen Widrigkeiten getrotzt, haben auf Augenhöhe mit Spitzenreiter Deggendorf gespielt und Gewinner-Mentalität gezeigt.Ich bin total happy! Wir haben uns heute für unwahrscheinlichen Einsatz und tollen Teamgeist belohnt. Das war ein großer Abend!“

Am kommenden Wochenende geht‘s für den EV Landshut mit der Auswärtspartie in Lindau (Freitag, 8. Dezember, 19.30 Uhr) und dem Heimmatch gegen die Selber Wölfe (Sonntag, 10. Dezember, 18 Uhr) weiter.


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