30.10.2017, 13:13 Uhr

Nervenschlacht mit gutem Ende Baskets bleiben auf der Erfolgswelle

Joshua Guddemi hatte mit 13 Punkten im Schlussabschnitt großen Anteil am Baskets-Sieg. (Foto:  Birgit Schmideder)Joshua Guddemi hatte mit 13 Punkten im Schlussabschnitt großen Anteil am Baskets-Sieg. (Foto: Birgit Schmideder)

Die Baskets ließen sich auch vom ambitionierten Aufsteiger OSB Hellenen München nicht stoppen. In einem kuriosen Spiel, bei dem das Kampfgericht zweimal im Blickpunkt des Geschehens stand, gelang den Vilsbiburgern mit 83:81 bereits der sechste Sieg im sechsten Spiel.

VILSBIBURG Am Freitag bewahrheiteten sich für die Baskets zunächst die schlimmsten Befürchtungen: Bei Lubos Novy wurde in einer finalen Untersuchung ein Sehnenabriss im Daumen diagnostiziert. Der Baskets-Center wurde prompt operiert und fällt nun voraussichtlich bis Weihnachten aus. Trotz der Hiobsbotschaft fuhren die Baskets mit breiter Brust als Tabellenführer nach München.

Doch egal wer in der Anfangsphase den Abschluss suchte, der Korb schien wie vernagelt. Aus dem Spiel gelang den Baskets kein einziger Korberfolg, lediglich von der Freiwurflinie war man erfolgreich (3:16). Der Offensiv-Motor kam auch bis zum Ende des Viertels nicht wirklich auf Betriebstemperatur (10:20). Umstellung auf Zonen-Verteidigung und acht Punkte von Josi Leierseder mit Beginn des zweiten Abschnitts brachten das Prote-Team zurück in die Partie. Obwohl man in der Offensive weiterhin unter den eigenen Möglichkeiten blieb, lagen die Vilsbiburger bis zur Halbzeit nur mit drei Punkten zurück 29:32.

Mitte des dritten Viertels trat dann erstmals das Kampfgericht in Erscheinung. Kapitän Michael Mayr wurde beim Dreipunktewurf gefoult, versenkte alle drei Würfe im Netz, doch es wurden nur zwei Punkte auf dem Spielbericht vermerkt. Erst nach Protest der Baskets wurde dies korrigiert (41:41). Das Spiel war jetzt absolut ausgeglichen und die Führung wechselte bis zur letzten Minute hin und her.

Dann gingen die Baskets durch einen Dreier mit sechs Punkten in Front (80:74). München verkürzte mit zwei Freiwürfen (80:76) und schickte im Folgeangriff Kendall Timmons an die Linie. Dieser verwandelte den ersten (81:76) und verlegte den zweiten. Allerdings sicherten sich die Baskets bei nur noch 50 Sekunden auf der Uhr den Rebound und hatten nun alle Karten in der Hand.

Jetzt kam erneut das Kampfgericht ins Spiel: Die Sirene erklang, die Uhr war gestoppt, obwohl es keine Spielunterbrechung gab. München nützte die Verwirrtheit der Baskets aus, schnappte sich den Ball und erzielte zwei einfache Punkte. Die Baskets protestierten, doch die Punkte zählten. Als dann auch noch Omari Knox seine Hellenen auf einen Zähler heranbrachte (82:81), drohte die Partie zu kippen. Erneut stand Kendall Timmons an der Linie. Wie zuvor versenkte er den ersten Freiwurf (83:81) und vergab den zweiten. Die OSB’ler hatten noch neun Sekunden für einen letzten Angriff. Doch ein Wurf und die anschließenden zwei Tip-in-Versuche verfehlten ihr Ziel und die Baskets entschieden die Nervenschlacht am Ende mit 83:81 für sich.

„Die letzten Sekunden haben gezeigt, dass es noch einen Basketball-Gott gibt. Was in der letzten Minute passiert ist, war in meinen Augen grob unsportlich. Mehr will ich dazu nicht sagen. Wir haben uns den Sieg verdient“, zeigte sich Kapitän Michael Mayr nach dem Schlusspfiff immer noch sauer, aber überglücklich. Weiter geht es für die Baskets kommenden Sonntag (Spielbeginn 16 Uhr). Dann kreuzt SB DJK Rosenheim zum nächsten Heimspiel in der Ballsporthalle auf.


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