18.09.2020, 10:02 Uhr

Pandemie Abteilung Judo des TSV Abensberg fährt nicht zum Bundesligafinale 2020 in Spremberg

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„Es war eine nicht einfache, doch am Schluss logische und verantwortungsvolle Entscheidung, die Teilnahme am diesjährigen Bundesligafinale abzusagen“, teilte Martin Oberndorfer, der Abteilungsleiter der Abensberger Judoka mit.

Abensberg. „Wir hatten uns rechtzeitig angemeldet und waren wirklich froh, dass unser Sport wieder in die Gänge kommt. Trotz mehrerer Nachfragen konnte man uns bis zum vergangenen Wochenende weder ein Hygienekonzept, noch klare Vorgaben für unsere ausländischen Starter mitteilen“, so Oberndorfer. So seien zum Beispiel die Starter Muki Sagi aus Israel (Grenzschließung wegen Corona) und Lukas Krpalek (wegen EM in Prag) nicht zur Verfügung.

Deutsche Nationalkämpfer wie Sebastian Seidl möchten gerne an den für die Olympischen Spiele wichtigen Qualifikationsbewerben in Budapest und Prag teilnehmen. Für all diese Sportler eine Quarantäne zu riskieren wäre nicht in deren Sinn. Unter solchen Voraussetzungen ist auch der sportliche Wert dieser Veranstaltung nicht gegeben.

„Deutscher Meister zu werden unter ungleichen Bedingungen, ist nicht das was wir anstreben. Wir hätten gerne unseren Titel verteidigt, doch ohne unsere besten Sportler können wir eigentlich nur das Gesicht verlieren und nicht unsere wahre Qualität zeigen, deshalb haben wir uns entschieden, die Reise nach Spremberg am 10. und 11. Oktober nicht anzutreten. Wir hoffen, dass im nächsten Jahr wieder eine ganz normale Saison stattfindet und möchten uns dann unter regulären Bedingungen wieder von unserer besten Seite zeigen“, so der Abensberger Judochef.


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