10.06.2019, 22:18 Uhr

Rennen am Pfingsmontag Speedway-Quali in Abensberg – Lokalmatador Martin Smolinski schnupfte sie alle

Martin Smolinski. (Foto: MSC Abensberg)Martin Smolinski. (Foto: MSC Abensberg)

Der Lokalheld Martin Smolinski erwischte beim Speedway-Grand-Prix-Qualirennen in Abensberg am Montag, 10. Juni, einen echten Sahnetag. Der 34-Jährige aus Olching dominierte die Konkurrenz der 16 Fahrer aus 14 Nationen von Beginn an.

ABENSBERG Der amtierende deutsche Speedwaymeister und Langbahnweltmeister schien eine hervorragende Abstimmung für seine Maschinen gefunden zu haben. Auf der Bahn in Abensberg kam ihm keiner hinterher, er war am schnellsten bei den Starts und er hatte den besten Topspeed. So siegte er in jedem seiner fünf Läufe und kam auf das Maximum von 15 Punkten. Damit zieht Smolinski souverän in das Finale der Qualifikation am 24. August in Gorican ein. Mit einem Platz unter den ersten Drei würde er sich dort für den Grand Prix 2020 qualifizieren.

Für den zweiten Deutschen Tobias Busch lief es weniger gut. Nach einem zweiten Platz bei seinem ersten Auftritt auf der neuen Abensberger Bahn, wo man Start und Ziel auf die Gegengerade verlegt hatte, fiel er im zweiten Lauf mit gerissener Kette nach wenigen Metern aus. Am Ende hatte er fünf Zähler auf seinem Konto und war damit weit weg von einem Einzug ins Finale.

Die weiteren Plätze auf dem Treppchen und den damit verbundenen sicheren Startplatz in Gorican holten sich der Ukrainer Aleksandr Loktaev und Kenneth Bjerre (Dänemark). Beide hatten nach fünf Läufen 13 Punkte auf dem Konto und mussten so nochmal im Stechen um Platz zwei antreten. Das Stechen war schnell entschieden, denn Bjerre schied in der ersten Runde mit technischen Problemen aus. Grundsätzlich würde auch Rang vier für die nächste Runde reichen, doch der in Abensberg startende Kroate Jurica Pavlic hat seinen Platz für das Finale beim Heimrennen sicher, so dass der vierte Startplatz an ihn ging, obwohl er auf dem sechsten Platz landete. Für den starken Finnen Timo Lahti reichte es damit nicht.

Martin Smolinski war nach seinem Galaauftritt überglücklich und voll des Lobes für sein Team und die Organisatoren vom MSC Abensberg. Jetzt gelte die Konzentration dem 24. August und der nächsten Chance, nach 2014 wieder in den Grand Prix einzuziehen.

Ergebnis Speedway-Grand-Prix-Qualifikationsrennen Abensberg

1. Martin Smolinski (Deutschland/15 Punkte)

2. Aleksandr Loktaev (Ukraine/13+3)

3. Kenneth Bjerre (Dänemark/13+0)

4. Timo Lahti (Finnland/11)

5. Pawel Przedpelski (Polen/10)

6. Jurica Pavlic (Kroatien/10)

7. Vaclav Milik (Tschechien/9)

8. Linus Sundström (Schweden/9)

9. Michael Bech Jensen (Dänemark/6)

10. Paco Castagna (Italien/5)

11. Tobias Busch (Deutschland/5)

12. Charles Wright (Großbritannien/5)

13. Mitac Ivacic (Slowenien/4)

14. Lasse Madland Fredriksen (Norwegen/3)

15. Roland Kovacs (Ungarn/2)

16. Ricards Ansviesulis (Lettland/0)

Ausblick

Am 14. Juli findet in Abensberg die Deutsche Speedway-Einzelmeisterschaft statt. Hier treten die 16 besten deutschen Fahrer an, um den deutschen Meister auszufahren. Titelverteidiger ist Martin Smolinski, der sich im vergangenen Jahr in Güstrow die Meisterschaft bereits zum sechsten Mal sicherte.


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