25.05.2019, 16:14 Uhr

Qualifikation zum Speedway-Grand-Prix Am Pfingstmontag erwartet uns ein international hochklassiges Sandbahnrennen in Abensberg

Martin Smolinski am neuen Start in Abensberg. (Foto: MSC Abensberg)Martin Smolinski am neuen Start in Abensberg. (Foto: MSC Abensberg)

Am Pfingstmontag, 10. Juni, steigt in Abensberg das vierte Rennen der Qualifikation zum Speedway-Grand-Prix 2020. Damit veranstaltet der MSC Abensberg wie jedes Jahr ein international hochklassiges Sandbahnrennen.

ABENSBERG Für 16 Fahrer geht es dabei um den Einzug ins Qualifikationsfinale im kroatischen Gorican am 24. August. Nur vier Speedwaypiloten schaffen den Sprung ins Finale. Martin Smolinski, Deutschland Aushängeschild in Sachen Speedway und Vereinsmitglied beim MSC Abensberg, will das natürlich schaffen.

Smolinski weiß: „Der vierte Platz wird möglicherweise nicht reichen, da in Abensberg auch ein kroatischer Fahrer mit am Start ist. Der ist gesetzt für das Finale in Gorican. Sollte er also nicht unter die ersten Vier kommen, ist er trotzdem weiter und es kommen nur die drei besten zusätzlich ins Finale.“ Wer aus Kroatien nach Abensberg kommt, steht noch nicht fest. Ein Großteil der Gegner für Smolinski und den zweiten Deutschen, Tobias Busch, ist aber bereits gemeldet. Aus 14 Ländern kommen die Motorsportler, nur Dänemark schickt wie Deutschland zwei Fahrer, alle anderen sind komplette Einzelkämpfer. Kenneth Bjerre (35) aus Dänemark hat bereits reichlich Grand-Prix-Erfahrung. Sein Landsmann Mikkel Bech Jensen ist zehn Jahre jünger und ehemaliger U21-Team-Weltmeister. Der Pole Pawel Przedpelski ist ebenfalls Jahrgang 1994 und gilt als aufstrebender Fahrer im Speedwayland Polen. Er hat bereits mehrfach als Wildcard-Fahrer am Grand Prix teilgenommen. Aus Schweden kommt Linus Sundström (28), ein international sehr erfahrener Fahrer. Auch den Tschechen Vaclav Milik muss man auf der Karte haben. Der 26-jährige ist Teamkollege von Martin Smolinski beim AC Landshut, dem deutschen Meister.

Zudem sind bereite Matic Ivacic (Slowenien), Roland Kovacs (Ungarn), Charles Wright (Großbritannien) und Paco Castagna (Italien). Die beiden Reservefahrer werden vom Team Deutschland gestellt. Valentin Grobauer steht fest. Mark Riss hat sich abgemeldet, sein Nachfolger ist noch nicht bekannt.

Martin Smolinski, der aktuell amtierender deutscher Einzelmeister, Mannschaftsmeister und Langbahnweltmeister ist, freut sich wie jedes Jahr auf seinen Auftritt in Abensberg. „Der Name Abensberg ist im Bahnsport schon etwas Besonderes. Ich fühle mich geehrt, dass ich hier wieder dabei sein darf.“

Der Start wird in Abensberg heuer erstmals auf der anderen Geraden ausgetragen. Smolinski ist davon überzeugt, dass diese Umstellung Auswirkungen haben wird. „Die zweite Kurve, die dann ja erste Kurve sein wird, hat eine anderen Symmetrie als die bisherige Startkurve.“ Er selbst steht gleich im allerersten Lauf auf der Bahn: „Wir sind dann die Testfahrer“. Der Bahnumbau ist für den Deutschen ein weiterer Grund, schon am Pfingstsonntag anzureisen und die Trainingsmöglichkeit zu nutzen.

Das Fahrerfeld sei interessant und es könnten auch noch ein paar hochklassige Konkurrenten dazukommen. Dennoch ist der Olchinger von sich überzeugt: „Ich fahre konstant gute Leistungen, bin aber noch nicht ganz zufrieden.“ Materialtechnisch sei noch einiges zu verbessern. Helfen soll dabei der Motor, den er Ende April in Neustadt gefahren sei. „Da fuhr ich in einer eigenen Liga.“ Der Motor wartet seitdem sauber verstaut auf seinen Einsatz in Abensberg. Das Material spiele in seinem Sport besonders an der Spitze immer mehr eine Rolle. „Der Fahrer macht meiner Meinung 60 Prozent aus, der Rest kommt vom Material.“

Auch die Verantwortlichen des MSC Abensberg um den ersten Vorsitzenden Dominic Pecher und Rennleiter Sascha Dörner freuen sich auf den Pfingstmontag. „Unser Bahnumbau mit neuer Startanlage und neuem Schiedsrichterturm ist von der internationalen Motorradsportbehörde abgenommen worden, alles hat bestens geklappt“, so Pecher. Die Ehrenamtlichen des MSC würden tolle Arbeit leisten und jeder erwarte den Renntag mit Spannung. „Wir sind alle stolz auf unsere Bahn und unsere Veranstaltung“, so Pecher.

Programm Rennwochenende MSC Abensberg

Sonntag, 9. Juni 14 Uhr: Training zur Grand Prix Qualifikation, anschließend Damen-Flat Track-Training

Montag, 10. Juni 14 Uhr: Vierter Qualifikationslauf zum Speedway-Grand Prix 2020 und Damen Flat-Track-Show.

Ausblick

Am 14. Juli findet in Abensberg die deutsche Speedway Einzelmeisterschaft statt. Hier treten die 16 besten deutschen Fahrer an, um den deutschen Meister auszufahren. Titelverteidiger ist Martin Smolinski, der sich im vergangenen Jahr in Güstrow die Meisterschaft bereits zum sechsten Mal sicherte.


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