12.05.2019, 12:09 Uhr

Landesliga Hallbergmoos gewinnt Landkreisderby

(Foto: 123RF)(Foto: 123RF)

Etwas glücklich gewann der VfB Hallbergmoos am Samstag das Landkreisderby gegen den SE Freising mit 2:1 und bleibt damit weiter im Geschäft.

FREISING Der Relegationsplatz ist für den VfB nach wie vor erreichbar, falls sich der FC Deisenhofen im letzten Saisonspiel gegen den ASV Dachau eine Niederlage leisten sollte. Etwas enttäuschend war die Kulisse im Airport-Stadion, denn nur etwa 150 Zuschauer hatten sich eingefunden, um dieses Derby zu beobachten.

Vor allem die Freisinger begannen die Partie recht schwungvoll. Schon nach 45 Sekunden traf Florian Schmuckermeier nach einer Ecke den rechten Pfosten. Der VfB konterte und forderte in der 2. Minute einen Elfmeter, als Fabian Diranko angeblich gefoult worden war. Der Schiedsrichter ließ jedoch weiterspielen. In der 7. Minute tauchte Domagoy Tiric allein vor dem Hallbergmooser Tor auf, schoss den Ball aber aus kurzer Distanz in die Hände von Torhüter Ferdinand Kozel. Drei Minuten später setzte sich auf der Gegenseite Diranko durch, seinen Schuss konnte SEF-Torhüter Stefan Wachenheim mit einer Hand abwehren. Nachdem auch Ben Held einmal freie Bahn hatte, aber verzog, und ein Freistoß des VfB knapp vorbeiging, waren wieder die Freisinger an der Reihe, und sie trafen. Schmuckermeier spielte in der 29. Minute einen Querpass wunderbar auf den frei stehenden Tiric und der ließ aus 16 Metern Kozel im VfB-Tor keine Chance.

Die Freisinger leisteten sich in der Folge zu viele Fouls in Strafraumnähe, die immer wieder zu gefährlichen Freistößen führten. So richtig gefährlich waren die Hallbergmooser damit jedoch nicht. Nach der Pause plätscherte das Spiel eine ganze Weile so dahin, der VfB war dabei einen Tick dominanter, zwingende Chancen spielte er jedoch nicht heraus. Die beste Gelegenheit für den SEF war in der 67. Minute ein Schuss von Didier Nguelefack, den Andreas Hohlenberger, den Oberschenkelprobleme plagten, knapp verfehlte.

Die entscheidende Szene des Spiels gab es in der 70. Minute. Tiric sprang im Strafraum der Ball vom Oberschenkel an die Hand und der Schiedsrichter gab Elfmeter. Stürmische Proteste der Freisinger halfen nichts. Ein Witz sei dieser Elfmeterpfiff gewesen, wurde von der SEF-Bank aus gerufen, eine Frechheit sei diese Entscheidung. Wie auch immer, Ben Held legte sich den Ball zurecht und verwandelte eiskalt.

Für den SEF hatte danach Schmuckermeier, der ein starkes Spiel machte, zwei gute Gelegenheiten, einmal scheiterte er an Kozel, einmal schoss er knapp neben den Pfosten. Aber auch die Hallbergmooser blieben gefährlich und ihre Angriffsbemühungen wurden in der 87. Minute belohnt. Dennis Hammerl schlug eine Flanke und der Ball ging über die Freisinger Abwehrspieler und Torhüter Wachenheim hinweg ins linke Toreck.

Zu viele einfache Ballverluste und zu viele vermeidbare Fouls machte SEF-Trainer Alex Plabst für die Niederlage verantwortlich. „Wir hätten uns aber einen Punkt verdient gehabt“, meinte er. Dieses Spiel sei irgendwie sinnbildlich für den Verlauf der Rückrunde gewesen, resümierte er, „die Hallbergmooser haben nach der Winterpause hervorragend gespielt und wir nicht“.

Für den SEF im Einsatz: Stefan Wachenheim, Osaro Aiteniora, Andreas Schredl, Michael Schmid, Daniel Müller (88. Dominik Schleicher), Sebastian Thalhammer, Florian Schmuckermeier (89. Philipp Urban), Jonas Mayr, Domagoj Tiric, Didier Nguelefack (78. Nureddin El Sayed), Andreas Hohlenburger.


0 Kommentare