26.04.2019, 15:37 Uhr

23 Jahre war er aktiv für den Verein Georg Appel hört auf: Er war ein Glücksfall

Georg Appel war „ein Glücksfall für den SEF“. (Foto: fw)Georg Appel war „ein Glücksfall für den SEF“. (Foto: fw)

Beim SE Freising reißt der Rückzug von Georg Appel eine gewaltige Lücke, die nur schwer zu schließen sein wird.

FREISING 23 Jahre war er in den verschiedensten Funktionen tätig, zuletzt zehn Jahre als Fußballabteilungsleiter. Dass er das mit großem Engagement getan hat, lobte Vorsitzender Walter Zellner bei der Abteilungsversammlung. Rund um die Uhr sei Appel im Einsatz gewesen, „er war ein Glücksfall für den SEF“. Ihn komplett zu ersetzen sei praktisch nicht möglich. „Danke, was du für uns geleistet hast“, sagte Zellner.

Zum neuen Abteilungsleiter wählten die Mitglieder Nils Haack, der sich vor allem um den sportlichen Bereich und die Verbandsangelegenheiten kümmern wird. Der 43-jährige geborene Hamburger, der seit 18 Jahren in Bayern lebt, bezeichnete seine Aufgabe als interessant und er freue sich darauf. Er werde aber nicht den gleichen Aufwand wie Appel betreiben können, schließlich sei er noch voll berufstätig. „Das wird sich einspielen“, beruhigte Appel.

Nicht mehr kandidieren wollten auch Jugendleiter Herry Rossak und sein Stellvertreter Frank Contu. Ersatz habe sich aber trotz intensiver Suche nicht gefunden, sagte Rossak. Die beiden erklärten sich aber bereit, bis Ende Juni kommissarisch im Amt zu bleiben um die alte Saison abzuschließen und die neue vorzubereiten. 3. Jugendleiter Robert Gintenreiter und der Leiter des Kleinfelds, Volkmar Kleimann, werden weitermachen. Vorsitzender Zellner will sich jetzt bemühen, für die beiden Jugendleiter Ersatz zu finden und hofft dabei auf Eltern aus dem Nachwuchsbereich.

In seinem letzten Rechenschaftsbericht hatte Appel zuvor noch einmal die jüngsten Erfolge hervorgehoben, den zweiten Platz in der Landesliga im Vorjahr und den aktuell dritten Platz in der laufenden Saison. „Eine exzellente Leistung der Trainer und der Mannschaft“, lobte er. Trotzdem habe er eine latente Unzufriedenheit unter den SEF-Anhängern ausgemacht, und wünschte sich eine positivere Stimmung. „Wir können stolz sein auf das, was geleistet wurde“, sagte er.

Von einer schwierigen Situation, vor allem auf dem Großfeld, sprach Noch-Jugendleiter Rossak. Die A-Jugend kämpfe noch um den Verbleib in der Landesliga und müsse einen Trainerwechsel verkraften, nachdem Karl Heinz Manhart vor kurzem zurückgetreten sei. Seine Aufgabe wird der bisherige U17-Trainer Rafael Malecki übernehmen. Auf dem Kleinfeld laufe es zwar sehr gut, ergänzte Volkmar Kleimann, aber es müsse viel gearbeitet werden, damit die Buben einmal höher als Kreisklasse spielen können. „Wir haben gute Spieler“, sagte er, leider würden die oft abgeworben. Zuletzt seien wieder drei zu Bayern, 1860 und Ingolstadt gegangen.


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