07.01.2019, 14:03 Uhr

1:5 in Trostberg Freising verliert letztes Vorrundenspiel

(Foto: pressmaster/123RF)(Foto: pressmaster/123RF)

Coach Knallinger fordert jetzt alles von seinem Team.

FREISING Die Black Bears Freising haben in der Eishockey-Landesliga auch ihr letztes Spiel der Vorrunde verloren und damit die vierte Niederlage in Folge kassiert. Beim TSV Trostberg unterlag das Team von Trainer Markus Knallinger mit 1:5. Obwohl es sportlich bedeutungslos war, ärgert sich der Coach über die mangelnde Chancenauswertung.

Wie schon nach Amberg, so fuhren die Bears ins offene Trostberger Stadion ebenfalls nur mit elf Feldspielern. Kevin Rentsch, Anton Münzhuber und Bernhar Weinzierl waren aus den Vorspielen noch gesperrt, dazu kamen mit Alexander Völkel, Simon Schorr, Marcus Mooseder und Martin Dürr noch vier verletzte, kranke oder verhinderte Spieler. „Jetzt trainiere ich schon seit 20 Jahren – aber dass in einer Saison so viele Spieler krank sind, das habe ich noch nie erlebt“, sagt Knallinger. Doch er wolle weder den kleinen Kader, noch das schlechte Eis in Trostberg, das im letzten Drittel bei starkem Schneefall kaum noch zu bespielen war, als Ausrede gelten lassen. „Wir hatten viele Chancen in den ersten beiden Drittels und waren so deutlich überlegen – aber bringen die Scheibe einfach nicht rein“, berichtet der Trainer. Trostberg habe im ersten Spielabschnitt drei Mal aufs Freisinger Tor geschossen, seine Jungs hingegen über zehn Mal, trotzdem stand es 1:0 für die Gastgeber. „Bei einigen hat da auch das volle Engagement gefehlt – das müssen wir für die Abstiegsrunde sofort ändern, nicht dass wir da noch in den vollen Abwärtssog kommen!“

Das zweite Drittel lief unverändert, die Bears drückend überlegen, schaffen den Ausgleich durch Pavel Hanke, der von Manuel Kühnl stark in Szene gesetzt wurde. Trostberg kommt wenige Male gefährlich vor das Freisinger Gehäuse und trifft wieder, 2:1 nach dem zweiten Drittel. „Danach begann es stark zu schneien, die Scheibe blieb manchmal nach ein paar Metern einfach liegen, Pässe waren so kaum noch möglich und ein Spiel kannst du da nicht mehr drehen“, stellte Knallinger fest. Doch, so musste er zugeben, auch die Trostberger mussten mit diesen Bedingungen klar kommen und trafen noch drei Mal zum Endstand von 5:1.

Am kommenden Sonntag (13. Januar) beginnt die Landesliga-Abstiegsrunde, der Letzte nach Hin- und Rückspielen steigt in die Bezirksliga ab. Freising trifft dabei auf Bad Aibling, Trostberg, Dingolfing und Waldkirchen, gegen jeden gab es in der Vorrunde je einen Sieg und eine Niederlage. Nur gegen die zweite Mannschaft des VER Selb, die abgeschlagen Tabellenletzter wurde, reichte es für die Bears in einer bislang enttäuschenden Saison, in der man auf Grund des Kaders und Trainers klar die Aufstiegsrunde zur Bayernliga angepeilt hatte, zu zwei Siegen. „Wenn wir mal halbwegs komplett wären, dann können wir alle schlagen, das ist auch unser Ziel, voll auf Sieg, dass wir gar nicht erst in den Sog des Abstiegsplatzes kommen“, sagt Knallinger. „Aber ich glaube, dazu brauchen wir 20 Sterilräume für meine Jungs, dass sich keiner mehr beim anderen anstecken kann“, fordert er eher etwas ironisch.


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