19.08.2018, 13:40 Uhr

Wieder drei Punkte SEF siegt knapp, aber verdient

(Foto: 123RF)(Foto: 123RF)

Wer seine Chancen nicht macht, der wird normalerweise dafür bestraft – nicht so der SEF.

FREISING Freising führte gegen den FC Töging am Freitagabend souverän mit 2:0 und hätte problemlos erhöhen können. Dann bekamen die Freisinger in der 81. Minute einen Gegentreffer und mussten gewaltig zittern, um den 2:1-Sieg über die Zeit zu bringen.

Ob es an den ungewohnten blauen Trikots der Freisinger lag, in der ersten Halbzeit lief wenig bis nichts zusammen. Ein Schuss von Andreas Hohlenburger, der am Tor vorbei ging, ein Schuss von Florian Schmuckermeier auf das Tornetz und eine Hohlenburger-Hereingabe, die keinen Abnehmer fand, das war’s dann auch schon – fast. Die Töginger hatten auch einmal eine Chance, aber Stefan Wachenheim im Tor war auf dem Posten. „Wir sind mit dem Spielsystem der Töginger nicht zurecht gekommen“, sagte später Trainer Alex Plabst, „die haben ein 5-4-1 gespielt, da haben wir uns sehr schwer getan“.

Trotzdem gingen die Freisinger noch mit einem 1:0 in die Pause. Hohlenburger hatte sich in der 43. Minute den Ball an der Torauslinie erkämpft und nach innen geflankt, wo Mesut Toprak mutterseelenallein stand und nur noch einschieben musste. Zu diesem Zeitpunkt eine glückliche Führung.

Nach der Pause aber ging es rund. Erst wollte Hohlenburger auf den einschussbereiten Martin Schön heben, doch der Torwart konnte den Ball gerade noch abfangen. Dann, in der 46. Minute, spielte Christoph Glas einen hohen Ball über die Töginger Abwehr, Hohlenburger stand sträflich frei und es stand 2:0. Nun rollte Angriff auf Angriff auf das Tor der Gäste, der SEF spielte schwungvoll nach vorne und kam zu zahlreichen guten Chancen. Beinahe hätte Schön sogar ein Eigentor der Gäste erzwungen, als ein Töginger seinen Schuss abfälschte, doch der Ball ging am Pfosten vorbei.

In der 81. Minute aber kamen die Gäste zum Anschlusstreffer. Die Freisinger hatten schlecht verteidigt, spielten womöglich auf Abseits und plötzlich waren zwei Spieler frei vor Wachenheim und es stand nur noch 2:1. Fast im Gegenzug dann die Riesenchance für Martin Schön. Erst erlief er sich einen Abwurf, lief dann allein auf den Torhüter zu, doch was er da fabrizierte war weder ein Schuss, noch eine Flanke. Das hätte das 3:1 sein können, ja müssen. Die Töginger warfen nun alles nach vorn und drängten auf den Ausgleich. Doch mit Glück und Geschick verteidigte der SEF die knappe Führung. Die vielleicht größte Chance für die Gäste war in der 5. Minute der Nachspielzeit ein Freistoß aus 30 Meter, den Wachenheim gerade noch zur Seite boxen konnte. „In der 2. Halbzeit hatten wir ein deutliches Übergewicht“, resümierte Plabst nach dem Spiel, „aber wir haben uns dann selbst in Schwierigkeiten gebracht“. Ein Gegentor könne man immer bekommen, „aber das 3:1 hätten wir unbedingt machen müssen.“

Für den SEF im Einsatz: Stefan Wachenheim, Andreas Schredl, Christoph Glas, Michael Schmid, Daniel Müller, Sebastian Thalhammer, Florian Schmuckermeier, Domagoj Tiric, Mesut Toprak (75. Nureddin El Sayed), Martin Schön (93. Yu Asanuma), Andreas Hohlenburger (87. Osaro Aiteniora).


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