28.07.2018, 20:06 Uhr

Bei brütender Hitze 2:1-Sieg geschafft SE Freising siegt mit nur zehn Mann

(Foto: 123RF)(Foto: 123RF)

Überglücklich fielen sich nach dem Schlusspfiff in Rosenheim Spieler, Trainer und Betreuer in die Arme. Der SE Freising hatte bei brütender Hitze mit 2:1 gewonnen, obwohl er fast eine gesamte Halbzeit lang nur mit zehn Mann auskommen musste.

FREISING Das Spiel beim SB DJK Rosenheim ging gleich gut los für die Freisinger. Schon in der 1. Minute hatte Andi Manhart die ganz große Chance, stand plötzlich frei vor dem Tor, aber er schoss den Torhüter an. Die Freisinger bestimmten das Spiel und ließen die Rosenheimer fast nicht aus ihrer Hälfte kommen. In der 10. Minute fiel dann konsequenterweise auch das Führungstor. Sebastian Thalhammer, der insgesamt ein sehr gutes Spiel machte, hatte zwei Mann ausgespielt und Hohlenburger bedient. Dessen Schuss wehrte der Torhüter noch ab, der Nachschuss aber landete im Netz. Der SEF gab weiter den Ton an, machte aber zu wenig aus seinen Chancen. Die größte hatte wieder Hohlenburger in der 34. Minute. Seinen Schuss konnte ein Rosenheimer auf der Linie abwehren, der Nachschuss klatschte an den Pfosten. Vier, fünf guten Gelegenheiten des SEF stand eine einzige Chance des Sportbunds gegenüber, als Osaro Aiteniora den Ball gerade noch zur Ecke ablenken konnte. „Wir haben strukturell und taktisch vielleicht die beste erste Halbzeit gespielt“, sagte später Trainer Alex Plabst, „die Jungs haben das sehr gut gemacht, nur hätten wir höher führen müssen“.

In der Pause müssen sich die Platzherren dann einiges vorgenommen haben. Denn sofort nach Wiederanpfiff tauchte ein Stürmer frei vor Torhüter Stefan Wachenheim auf, doch sein Schuss ging an die Latte. Dann kam die 51. Minute, die dem Spiel die vermeintliche Wende geben sollte. Andreas Schredl, der schon in der 48. Minute Gelb gesehen hatte, konnte drei Minuten später einen Angreifer an der Strafraumgrenze wiederum nur mit einem Foul stoppen und sah dafür Gelbrot. Den anschließenden Freistoß schoss Yasin Temel über die Mauer ins links Eck, Ausgleich 1:1. Die Rosenheimer kamen nun immer wieder gefährlich in den Freisinger Strafraum und hatten eine Reihe guter Chancen. Doch die Freisinger Abwehr hielt stand und ging in der 75. Minute sogar erneut in Führung. Kapitän Michael Schmid spielte den Ball auf Hohlenburger, der schüttelte seinen Verteidiger ab und schoss souverän ein. Rosenheim verstärkte nun noch einmal seine Angriffsbemühungen, in der Schlussminute ging sogar der Torhüter mit nach vorne. Aber Freisings Abwehr fing die meist hoch und weit nach vorne geschlagenen Bälle sicher ab. Super fand es Plabst, „dass wir das Spiel nach dem Platzverweis und dem Ausgleich noch einmal gedreht haben, aber dazu brauchst du auch ein wenig Glück“.

Für den SEF im Einsatz: Stefan Wachenheim, Osaro Aiteniora, Michael Schmid, Christoph Glas, Andreas Schredl, Florian Schmuckermeier, Sebastian Thalhammer, Burak Özdemir (78. Nureddin El Sayed), Mesut Toprak (62. Lukas Bachmeier), Andreas Hohlenburger (86. Martin Schön), Andi Manhart.


0 Kommentare