19.05.2018, 19:15 Uhr

SEF-Reserve schlägt sich wacker Wir haben versucht, Fußball zu spielen

Die Stammspieler des SE Freising schonen sich für die Relegation (Archivbild). (Foto: mx)Die Stammspieler des SE Freising schonen sich für die Relegation (Archivbild). (Foto: mx)

Mischung aus Reservisten und A-Jugendlichen verliert in Hallbergmoos, denn die Stammspieler schonen sich für die Relegation.

FREISING So wirklich interessierte die Freisinger das Landkreisderby in Hallbergmoos nicht. Alle beim SEF hatten nur die Relegation im Kopf, die am Mittwoch beginnt. Und so war es auch nicht verwunderlich, dass alle Stammspieler geschont wurden und die Freisinger versuchten, mit einer Mischung aus Reservisten und A-Jugendlichen dem VfB Paroli zu bieten. Zeitweise gelang dies recht gut, doch nach zwei groben Schnitzern konnten die Hallbergmooser nach zehn sieglosen Spielen dann doch einen 2:0-Sieg einfahren.

VfB-Trainer Mario Mutzbauer sprach nach dem Spiel von einem versöhnlichen Abschluss einer verkorksten Saison und freute sich vor allem darüber, Teammanager Hermann Schmidmeier, der nach 25 Jahren verabschiedet wurde, noch einen Sieg geschenkt zu haben. Und ein Geschenk war es auch, vor allem dank der gütigen Mithilfe von SEF-Torhüter Sebastian Minnich. Aber der Reihe nach.

Die Freisinger Elf hatte sich nicht nur farblich verändert und spielte ganz in Blau, auch personell stand da eine junge Truppe auf dem Platz, die in etwa ein Durchschnittsalter von 19 Jahre hatte. Sie startete furios in dieses Derby, denn schon in der 2. Minute hatte Nureddin El Sayed eine Riesenchance, den SEF in Führung zu schießen. Etwa sieben Meter vor dem Tor bekam er völlig frei stehend den Ball zugespielt, aber er verzog. In der 8. Minute hatten dann die Hallbergmooser eine Großchance durch Fabian Diranko und Thomas Edlböck, doch deren Schüsse konnte Minnich bravourös abwehren. Ansonsten hatten die Freisinger in der ersten Viertelstunde mehr vom Spiel, der VfB wirkte etwas tröge.

Doch dann nahm das Schicksal seinen Lauf. In der 17. Minute wollte Minnich einen Ball nach vorne schlagen, traf aber Ben Held und der konnte ungehindert ins leere Tor einschießen. Das SEF-Team war sichtlich irritiert und in der 25. Minute folgte der nächste Fehler. Eine Ecke flog nach innen, Minnich flog am Ball vorbei und auch ein Abwehrspieler konnte nicht mehr retten. Wolfgang Lex bedankte sich und köpfte zum 2:0 ein. Kurz vor der Pause hatte Held dann noch eine Riesenchance das Ergebnis zu erhöhen, doch Minnich verhinderte dies mit einer Großtat.

Nach der Pause hatte Held gleich wieder eine Großchance per Kopf, scheiterte aber erneut an Minnich. Ansonsten plätscherte das Spiel dahin, die Freisinger waren ebenbürtig, hatten aber nur noch durch einen Freistoß von Pascal Preller eine gute Gelegenheit. Dem VfB war eine gewisse Lustlosigkeit anzumerken, erst in den letzten 20 Minuten drehte er etwas auf, kam zu einigen guten Gelegenheiten, machte aber nichts daraus. Die Schüsse auf das Freisinger Tor wurden eine sichere Beute für Minnich.

Fabian Herrmann, der den SEF betreute, zeigte sich insgesamt gesehen mit der Leistung seiner Verlegenheitself zufrieden. „Wir haben versucht, Fußball zu spielen, was nicht immer ganz geglückt ist“. In einigen Situationen sei man wohl auch etwas zu naiv gewesen. Immerhin habe man aus dem Spiel heraus kein Gegentor bekommen. Herrmann sprach von einem Lernprozess, den die jungen Spieler durchlaufen müssten, einige hätten ihre Sache aber schon recht gut gemacht.

Für den SEF im Einsatz: Sebastian Minnich, Luan Redzepi, Valon Zeka, Florian Härtel, Sebastian Waas (75. Josip Bagaric), Sebastian Thalhammer (64. Melvin Wirtz), Jonas Mayr, Pascal Preller, Andi Manhart, Nurredin El Sayed, Miridon Rexhepi (64. Araujo Orbegozo).


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