25.11.2017, 22:01 Uhr

Einfach unglaublich SE Freising vergibt drei Elfmeter und gewinnt trotzdem noch mit 2:1

Was für ein unglaubliches Spiel! (Foto: anekoho/123RF)Was für ein unglaubliches Spiel! (Foto: anekoho/123RF)

Einfach unglaublich. Der SE Freising vergibt im Spiel gegen den TuS Pfarrkirchen drei Elfmeter und gewinnt trotzdem noch mit 2:1.

FREISING Was soll’s, könnte man sagen, das sind wieder drei Punkte und weil Verfolger Türkgücü in Freilassing nur zu einem 2:2 kam, gehen die Freisinger jetzt mit vier Punkten Vorsprung und einem Spiel weniger in die Winterpause.

Bei nasskaltem Wetter und vor wenigen Zuschauern tat sich zunächst einmal recht wenig. Dann, in der 13. Minute, legte James Joseph den Ball in den Strafraum, Andreas Hohlenburger stürmte heran und wurde vom herausstürzenden Torwart gefoult. Elfmeter. Hohlenburger schoss flach nach rechts, doch der Torwart der Gäste konnte halten.

Zehn Minuten lang war es in der Folge recht ruhig, dann konnte SEF-Torhüter Stefan Wachenheim einen gefährlichen Schuss mit Mühe abwehren. Doch schon im Gegenzug flankte Joseph in den Strafraum zu Hohlenburger, der diesmal von hinten umgerannt wurde. Wieder Elfmeter. Diesmal schoss Joseph – hoch über das Tor.

Dann die nächste Ruhephase, der Ball wurde hin und her geschoben, ehe Mesut Toprak das Gekicke zu dumm zu werden schien. Er fasste sich ein Herz und zog aus 25 Metern einfach mal ab. Und siehe da, man schrieb die 32. Minute und der Ball ging flach ins linke Torwarteck. 1:0, und so hieß es auch zur Pause.

In der 53. Minute versäumte es Pascal Preller aus einer wunderbaren Hereingabe ein Tor zu machen. Unmittelbar danach setzte sich Preller durch, flankte von rechts nach innen und Florian Schmuckermeier schoss aus sieben Metern zum 2:0 ein. Und das mit seinem schwächeren rechten Fuß.

Zehn Minuten später flankte Hohlenburger von rechts, der Ball lief die Torauslinie entlang, kam zu Preller, der einen Meter vor dem Tor stand. Doch dessen Schussversuch scheiterte, wobei einige meinten, der Ball sei schon im Tor gewesen, ehe er vom Gästetorwart abgewehrt wurde. In der 66. Minute wurde dann Joseph im Strafraum gehalten. Der Schiedsrichter gab erneut Elfmeter.

Wer sollte jetzt schießen? Toprak traute sich, aber sein Schuss war irgendwie halbherzig. Platziert, aber nicht scharf und Torhüter David Gallauer konnte erneut halten. Einen Elfmeter kann man mal verschießen. Aber drei in einem Spiel?  

In der Folge bekam Pfarrkirchen immer mehr Oberwasser. In der 70. Minute musste Wachenheim sein ganzes Können aufbieten und eine Minute später schoss ein frei stehender Gästestürmer hoch über den Freisinger Kasten. In der 78. Minute flog dann der Ball nach einer Ecke in den SEF-Strafraum, Freund und Feind stocherten herum und Christopher Obermeier brachte das Leder aus kurzer Distanz im Netz unter.

Was sich nun abspielte, war unbeschreiblich. Pfarrkirchen versuchte alles, brachte aber nichts zustande. Die Freisinger zeigten ganze Stafetten von Fehlleistungen im Mittelfeld und verstolperten vorne die besten Chancen. Diese hektische Spielweise, sagte Trainer Alex Plabst, sei Ausdruck der Angst gewesen, das Spiel noch einmal aus der Hand zu geben. Und mit einem leichten Schmunzeln meinte Plabst: „Mit drei verschossenen Elfmetern gewinnst du in der Landesliga so ein Spiel ja eigentlich nicht mehr“.

Für den SEF im Einsatz: Stefan Wachenheim, Philipp Urban, Andreas Schredl, Christoph Glas, Osario Aiteniora, Ilker Yildiz, Florian Schmuckermeier (78. Sebastian Mihajlovic), Pascal Preller (78. Valon Zeka), Mesut Toprak, James Joseph (85. Sebastian Waas), Andreas Hohlenburger.


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