22.03.2019, 10:36 Uhr

Skilanglauf Deggendorferin bei Senioren-WM in Norwegen

(Foto: Ski & Bike)(Foto: Ski & Bike)

Gute Platzierungen bei Masters-Skilanglauf-Weltmeisterschaft für Christine Moors von Ski & Bike Deggendorf.

DEGGENDORF/BEITOSTOLEN Vom 6. bis 14. März fand im norwegischen Beitostolen die diesjährige Senioren-Weltmeisterschaft im Skilanglauf statt. Der kleine Wintersportort liegt am Rand des Jotunheimen-Gebirges auf rund 900 Meter, und die mehr als 35 Kilometer Langlaufloipen im Ort werden jährlich für Austragungen von Langlauf- und Biathlon-Welt- beziehungsweise Europacups genutzt.

Beim Masters-World-Cup gingen diesmal fast 1100 Teilnehmer zwischen 31 und 93 Jahren aus 26 Nationen an den Start. Die Rennen der Klassiker über die Mitteldistanz eröffnete am Freitag, 8. März die Meisterschaft. Christine Moors von Ski & Bike Deggendorf hatte 15 Kilometer zu laufen. Die Strecke war auf drei verschiedenen Fünf-Kilometer-Runden mit anspruchsvollem Gelände und Technikzonen verteilt. Durch den feinen Neuschnee der letzten Tage konnten die Spuren nicht so gut befestigt werden und waren beim Start der Damenklassen gegen Mittag schon recht weich. Christine Moors ging in der mit über 20 Läuferinnen sehr stark besetzten Klasse F05 an den Start und erreichte nach 55:49 Minuten den 13. Platz. Die Skater waren am nächsten Tag über die gleichen Distanzen an der Reihe.

Am Sonntag standen die Kurzstrecken aller Teilnehmer auf dem Programm. Die Klassiker begannen um 9 Uhr mit den Zehn-Kilometer-Rennen der Herren, die Frauen folgten ab 9:45 Uhr. Auch diesmal musste sich Christine in ihrer Klasse der starken Konkurrenz stellen und konnte sich mit 35:04 Minuten über zehn Kilometer auf den 12. Platz verbessern. Sämtliche Skater waren am Nachmittag an der Reihe.

Bei den Staffelrennen über vier mal fünf Kilometer (zwei Klassiker und zwei Skater) brachte Christine Moors ihr Team in der Frauenklasse 2 (41 bis 50 Jahre) als Startläuferin auf die vierte Position. Die nächsten Läuferinnen Ines Ziegengeist, Heidrun Höfler und Gertud Härer verloren gegen starke Gegnerinnen an Boden, und so erreichte das Team nach 1:02:05 Stunden den 6. Platz.

Nach 24 Stunden Dauerschneefall versuchte der Veranstalter, die Strecke für die Langrennen der Klassiker zu festigen. Da die Frauen erst nach den Männern starten konnten, war von der Spur zum Teil nicht mehr viel übrig. Die Männerklassen 1 bis 6 hatten für die 45 Kilometer die drei Schleifen jeweils dreimal zu laufen. Danach war an den Anstiegen nur noch Grätenschritt im Tiefschnee möglich. Bei diesen Bedingungen gaben viele Teilnehmer auf oder verzichteten auf den Start.

Nicht so Christine Moors. Sie kämpfte sich mit der Zeit von 2:06:46 Stunden auf Platz 8 vor und freute sich, es unter die ersten 10 geschafft zu haben.

Viele Teilnehmer des Masters World Cup nutzten die Möglichkeit, am Samstag, 16. März, im Anschluss der Rennen in Beitostolen beim legendären Birkebeiner-Lauf von Rena nach Lillehammer teilzunehmen. Der Birkebeiner-Lauf geht auf eine Überlieferung aus dem frühen 13. Jahrhundert zurück, in der die sagenumwobene Überführung des kleinen Königssohns Håkon Håkonsson in Eis und Schnee zum Machterhalt der Birkebeiner beitrug. Zwei Skiläufer brachten den Königssohn auf dieser Strecke vor den verfeindeten Baglern in Sicherheit. Deswegen ist beim Langlauf-Rennen auch ein Rucksack mit mindestens 3,5 Kilogramm Gewicht, quasi als Königssohn, mitzunehmen. Das klassische Skirennen findet jeweils am dritten Samstag im März statt. Die Distanz beträgt 54 Kilometer, wobei mehrere hundert Meter Höhenunterschied überwunden werden müssen.

Christine Moors hatte sich mit ihren Leistungen bei der WM für die 12. Startwelle qualifiziert und konnte so um 9:20 Uhr in Rena starten. Bei Sonnenschein und nicht zu kalten Temperaturen machten sich 9000 Langläufer auf den Weg nach Lillehammer. Nach 4:55:53 Stunden erreichte Christine das Langlaufstadion in Lillehammer und kam von 176 Läuferinnen ihrer Altersklasse auf den 63. Platz.


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