14.12.2018, 15:57 Uhr

Aikido Den Geist frei machen

(Foto: pm/AL Aikido)(Foto: pm/AL Aikido)

Hochrangiger Lehrer schult TSV-Aikidoka in Deggendorf.

DEGGENDORF Mit Volker Marczona aus Moers hatte die Aikidoabteilung des TSV Deggendorf einen der ganz großen Trainer des Tendoryu-Aikido zu Gast. Kein Wunder, dass die Turnhalle der Aloys-Fischer-Schule (FOS-BOS) Deggendorf gut gefüllt war.

Bis aus München waren die 33 Teilnehmer angereist, um Volker Marczona, 6. Dan Tendoryu-Aikido und Ex-Kriminalhauptkommissar, auf der Matte zu erleben und ihre Kenntnisse und ihr Hintergrundwissen zu erweitern. Marczona gilt nicht nur technisch und didaktisch als einer der besten Aikidotrainer im deutschsprachigen Raum. Besonders sein Hintergrundwissen um die japanischen Budo-Künste (Sammelbegriff für die Kampfkunst der alten Samurai) ist es, was diesen Meister auszeichnet.

Der Deggendorfer Abteilungsleiter Robert Hundshammer, ranggleich mit Marczona, beschreibt es so: „Volker zeigt dir nicht nur, wie die Technik geht. Er kann auch erklären, warum sich ein technisches Prinzip so entwickelt hat und nicht anders. Nur wenige Europäer wissen über den geistig-historischen Hintergrund der Kampfkünste so viel wie er.“

In den Trainingseinheiten nahm sich Marczona sehr viel Zeit für die Erklärungen und für Einzelkorrekturen. Besonders unterstrich er, wie wichtig die richtige Haltung und ein gutes Ausweichen für die nachfolgende Technik sei. Ist man auf eine bestimmte Technik schon beim Ausweichen fixiert, enge man sich zu früh ein und die spätere Technik verkrampfe, erklärte der Meister. Der Geist müsse immer frei bleiben. Man solle die Technik je nach Situation spontan anwenden, dann klappe alles natürlich und in einem einzigen Fluss. Auch die geistige Haltung sei sehr wichtig. Marczona weiß auch hier als Ex-Kriminalhauptkommissar, worüber er redet. „Abends am Kaminfeuer hat Volker uns einige Anekdoten aus seiner Zeit bei der Polizei erzählt. Sicheres, aber korrektes Auftreten habe in brenzlichen Situationen selbst bei als gewaltbereit geltenden Kriminellen gut gewirkt“, berichtet Abteilungsleiter Robert Hundshammer.

Am Ende des Lehrganges bedankten sich die Deggendorfer bei Volker Marczona mit einem blauen TSV-Schal. Marczona lobte die gute Trainingsdisziplin, insbesondere auch bei der Jugendabteilung, und sprach für Robert Hundshammer eine Gegeneinladung 2019 in den Ruhrpott aus. Mehr über Aikido in Deggendorf unter www.aikido-deggendorf.de.


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