28.09.2018, 13:45 Uhr

Tornado am Burgsee? Sturm „Fabienne“ trifft „Die Segler Deggendorf“ mit voller Wucht


Seit einigen Jahren investiert der Verein „Die Segler Deggendorf“ viel Schweiß und Geld in den Ausbau ihrer Infrastruktur am Burgsee bei Natternberg und den Kauf von Booten. Ein Schwerpunkt liegt in der Ausbildung und hierbei besonders in der Jugendarbeit.

DEGGENDORF Tief „Fabienne“ versetzte diesem Bestreben nun einen empfindlichen Dämpfer. Eigentlich suchen Segler ja kräftige Winde. Die Böen, welche am Sonntagabend über das Vereinsgelände zogen, hinterließen aber leider eine Spur der Verwüstung. Den Vereinsmitgliedern bot sich am Montag ein deprimierendes Bild. Boote waren wild in der Landschaft verteilt, Lagerzelte und Unterstände komplett zerstört oder schwer beschädigt, Bäume umgestürzt. Die Kraft des Sturmes war so groß, dass schwere Katamarane über andere fest verankerte Boote geflogen sind, Teile eines Blechdaches über hohe Bäume hinweg getragen wurden und 300 m weit gesegelt sind. Da der Sturm im Bereich des nahen Elypso kaum sichtbar Schäden verursacht hat, liegt die Vermutung nahe, dass eine Windhose das Seglergelände heimgesucht hat. Windhosen sind lokale Wirbelwinde, die sich manchmal bei Gewittern unter einer Gewitterzelle mit hoher Umdrehungsgeschwindigkeit vertikal vom Boden bis zur Unterseite der Gewitterwolke bilden und auf geringer Breite eine vernichtende Bahn ziehen.

Viele fleißige Hände begannen sofort mit Aufräumarbeiten und einer ersten Schadensbilanz. Diese fiel jedoch äußerst ernüchternd aus. Kaum ein Boot, ob privat oder Vereinseigentum, blieb ohne Schäden. Mindestens drei Vereinsboote erlitten einen Totalschaden. Besonders ärgerlich ist der Verlust von Jugend-Jollen der Boots-Klasse Optimist. Ab nun haben die Vereinsmitglieder in ihrer Freizeit viele Arbeitseinsätze zu leisten.


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