17.09.2018, 12:15 Uhr

Cortina d’Ampezzo Deggendorferin schaffte 6. Platz bei der Weltmeisterschaft


Teresa Wellner vertritt die Bogenschützen des TSV Natternberg international erfolgreich.

CORTINA D’AMPEZZO Nachdem Teresa Wellner sich diese Saison mit hervorragenden Ergebnissen in der Feldbogen-Rangliste und allen voran bei der WM-Ausscheidung in Hornburg durchgesetzt hatte, war sie für den Bundeskader Feldbogen nominiert worden und hatte sich damit die Teilnahme an der Weltmeisterschaft Feldbogen gesichert. Diese fand dieses Jahr vom 2. bis 9. September im italienischen Cortina d’Ampezzo statt. Wellner war die einzige Juniorin Deutschlands, die sich einen Platz im WM-Team erarbeiten konnte.

Am Sonntag, 1. September, startete die Fahrt nach Italien, wo auf den Skipisten rund um den kleinen Ort Cortina der Wettkampf der besten Feldbogenschützen der Welt vor atemberaubender Kulisse ausgetragen wurde.

Vielversprechendes Debüt in der Nationalmannschaft

Nach Eröffnungszeremonie und offiziellem Training am Dienstag startete Wellner am Mittwoch motiviert in die Qualifikations-Runde. Am ersten Tag galt es die Scheiben mit unbekannten Entfernungen zu meistern. Der Schwierigkeitsgrad in den italienischen Bergen wurde durch die Höhenlage auf 2000 Meter und die dort sehr dünne Luft deutlich erhöht. Trotzdem konnte Wellner nach Tag eins ein Ergebnis von 388 Ringen vorweisen. Am nächsten Tag ging es dann in den bekannten Parcours, der wie gewohnt etwas schwerer ausfiel und Wellner auf ein paar herausfordernden Scheiben mit anspruchsvollen Winkeln einige Ringe kostete. Dennoch ging sie mit 370 Ringen aus der Runde und konnte sich so mit einem Gesamtergebnis von 758 Ringen auf Platz 6 positionieren – eine sehr gute Ausgangslage für die noch folgenden Eliminations-Runden!

In diesem Jahr wurde das erste Mal ein neues Eliminations-System vorgestellt: Alle Schützen einer Altersklasse wurden entsprechend ihrer Platzierung in der Qualifikation in vier unterschiedliche Pools aufgeteilt. In diesen mussten sie sich dann in einzelnen Matches „hochkämpfen“ um eine Chance auf die Teilnahme im sogenannten Drittelfinale zu erhalten. Durch Wellners gute Leistung in der Vorrunde war sie die Top-Schützin in ihrem Pool und musste sich deshalb am Freitagnachmittag nur gegen eine Konkurrentin durchsetzen, um die nächste Runde zu erreichen. Ihre Gegnerin war die Britin Rebecca Lennon, die bei der letzten Weltmeisterschaft die Bronzemedaille gewonnen hatte. In einem spannendem Match konnte sich Wellner souverän durchsetzen und hatte es damit in das Match der Pool-Sieger geschafft, auch „Drittelfinale“ genannt.

Dort traf sie dann am Samstagmorgen auf Savannah Vanderwier (USA), mit der sie sich ein fesselndes Match lieferte. Auf Wellners vorletzter Scheibe, als sie gerade mit ihrer Gegnerin gleichgezogen war, passierte ihr allerdings ein Missgeschick, das sie den Sieg und damit Einzug in die Finalrunden kostete. Sie musste sich Savannah geschlagen geben, die am folgenden Tag schließlich Bronze holte.

Wellner schaffte es damit aber dennoch auf einen absolut unglaublichen 6. Platz bei ihrer ersten internationalen Meisterschaft - als einzig überhaupt qualifizierte Juniorin Deutschlands.

Die Weltmeisterschaft Feldbogen war nicht nur für Wellner persönlich, sondern für die gesamte Deutsche Nationalmannschaft ein überaus erfolgreicher Wettkampf (dreimal Gold und eine Bronzemedaille). Wellner konnte sich früh auf einem guten Platz positionieren, diesen in den verschiedenen Runden dann durchgehend verteidigen und viele starke Schützinnen hinter sich lassen.


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