29.08.2018, 10:23 Uhr

TSV Natternberg erfolgreich dabei Deutsche Meisterschaft im Bogenschießen

(Foto: pm/TSV Natternberg)(Foto: pm/TSV Natternberg)

Nur die besten und talentiertesten Bogenschützen durften in Wiesbaden an den Deutschen Meisterschaften im Freien teilnehmen.

DEGGENDORF/WIESBADEN Daniel Deininger freute sich sehr darüber, dass er nach der Deutschen Meisterschaft Feldbogen vor drei Wochen auch an der Deutschen Meisterschaft im Freien teilnehmen durfte. Mit 604 Ringen schaffte er es in der Jugendklasse Recurve dann gleich ins obere Mittelfeld. Lediglich fünf Ringe trennten ihn vom Einzug ins Achtelfinale. „So ein Final-Match hätte ich auch gerne noch geschossen, aber ich bin mit meiner Leistung eigentlich recht zufrieden. Hoffentlich schaffe ich das dann nächstes Jahr“, sagt er.

Als vielversprechendes Nachwuchstalent gilt Teresa Wellner. Die 20-jährige zeigte in dieser Saison vor allem im Feldbogenbereich ihr Können und sicherte sich damit auch einen Startplatz bei den kommenden Weltmeisterschaften Feldbogen in Italien. Dafür war das Wochenende mit den extremen Wetterverhältnissen sicher auch eine gute Vorbereitung. Und obwohl Wellners Fokus in letzter Zeit überhaupt nicht auf der 50 Meter Disziplin lag, reichte es mit 640 Ringen in der gemischten Juniorenklasse Compound trotzdem gewohnt souverän für eine Urkunde und Platz fünf.

„Also, ich habe ja schon oft bei Wind geschossen, aber so heftige Windböen wie hier hatte ich bisher noch nie!“, meinte Alexandra Mischke direkt im Anschluss. Für sie reichte es in der Damenklasse Compound für Platz 22.

Kamil Nowok freute sich sehr, dass er zu seiner ersten Deutschen Meisterschaft an die Schießlinie treten durfte. Mit 632 Ringen positionierte er sich auf Platz 39: „Hey, für meine erste Deutsche ist das voll ok, aber der Wind war schon echt schwierig!“ Eine Einschätzung, die auch Florian Stadler teilte. Er platzierte sich einige Plätze weiter vorne, mit hart erkämpften 651 Ringen im oberen Mittelfeld.

Tobias Bildner trotzte den Böen tapfer und schaffte es in der Qualifikationsrunde unter die Top 10 der Deutschen Compound Herren – mit 665 Ringen belegte er Platz acht und sicherte sich damit zusätzlich auch den Einzug in die erste Finalrunde. Nach fünf äußerst spannenden Runden musste er sich dort dann aber leider ganz knapp Samuel Werner vom SC Roland Kleinlinden geschlagen geben. Auf diese Platzierung war Bildner zurecht stolz: „Das war meine bisher erfolgreichste Saison. Im Einzel war ich sonst noch nie so weit vorne mit dabei!“ Vor drei Wochen hatte er im Feldbogenbereich erst Bronze mit nach Hause gebracht. Mit der Mannschaft sicherten sich die drei Natternberger Compound Herren zusätzlich den 4. Platz.

In der Juniorenklasse Recurve konnte sich Michael Stockner dann am etwas weniger windigen, aber dafür noch heißeren Samstag in der Qualifikationsrunde mit 592 Ringen Platz elf und damit den Einzug ins Achtelfinale sichern. Das Match gegen Luca Schilp vom SpS Crailsheim verlief mit 4:6 Punkten äußerst ausgewogen – das übertragene Live-Video findet man noch auf der Facebook Seite der Bogenschützen Natternberg. Josef Eimannsberger startete in der Herrenklasse Recurve. Die Konkurrenz in dieser Altersklasse ist groß, daher nahm sich Eimannsberger einen guten Platz im Mittelfeld als Ziel vor. Und das schaffte er: Mit 618 Ringen lag er am Abend auf Platz 24 von 74.

Erneut Platz 1 für Schülermannschaft

Mit großen Turnieren kennen sich die Schüler des TSV Natternberg inzwischen aus: Bereits in der Halle konnten sie sich eine Goldmedaille in der Team-Wertung sichern. Im Feld gibt es zwar keine Mannschaftswertung, das hielt sie aber nicht davon ab, am Ende im Einzel alle auf dem Siegertreppchen zu stehen. Die Chancen auf Medaillen standen also gut. Die Trainer rechneten auch bereits mit einer weiteren Goldmedaille, ohne Druck aufbauen zu wollen: „Man weiß im Vorfeld natürlich nie genau, wie das Wetter wird und welche Konkurrenz aus anderen Vereinen so antritt, aber ich denke schon das unsere Chancen gut sind. Die Jungs sind gut vorbereitet.“

Die Einschätzung des Trainerteams bestätigte sich bei der Deutschen Meisterschaft bereits nach einigen Passen. Schon sehr früh setzten sich die Natternberger in der Mannschaftswertung durch und konnten sich am Ende mit einem Abstand von neun Ringen je eine weitere Goldmedaille umhängen lassen!

Und auch in der Einzelwertung konnten sich die Platzierungen sehen lassen:

Erik Schröder belegte mit 633 Ringen einen tollen Platz im oberen Mittelfeld der mit 51 Schützen stark besetzten Schülerklasse Recurve. Eine sehr gute Leistung, die einen soliden Start für den Aufstieg in die Jugendklasse im der Halle verspricht.

Jonas Mieth kam kurz vor der Meisterschaft erst zurück aus dem Sommerurlaub, wo er trotz ausgiebiger Suche leider keinen Schießplatz in der Nähe gefunden hatte. Aber ein Theraband hatte ganz oben in seinem Reisegepäck Platz gefunden und kam auch täglich zum Einsatz. „Die zwei Wochen Schießpause kurz vor der Deutschen habe ich schon ordentlich in der Kraft gemerkt, dafür hat es insgesamt echt gut geklappt“, zog Mieth mit 656 Ringen am Nachmittag zufrieden Resümee. Etwas ärgerte er sich aber dann doch: Ringgleich mit Platz sechs, trennte ihn nur ein einziger 10er von einer Urkunde.

Bei den Schülern galt David Beck bereits im Vorfeld als einer der heißesten Anwärter auf den obersten Podestplatz: An ihm kam das ganze Jahr kein anderer Schüler vorbei. Er gewann bereits bei den Deutschen Meisterschaften in der Halle und im Feld die Goldmedaille und auch bei der Jugendverbandsrunde konnte er alle Wettkampftage für sich entscheiden.

Beck hatte am Morgen etwas Probleme, seinen Rhythmus zu finden und platzierte sich in den ersten Passen zunächst im oberen Mittelfeld. Dann konnte er die Traineranweisungen von Florian Stadler aber gut umsetzen und kämpfte sich langsam aber sicher an die Spitze. Am Ende hatte er sich ganze 13 Ringe Vorsprung auf Platz zwei verschafft und durfte so freudestrahlend seine dritte Goldmedaille im Einzel in diesem Jahr ganz oben auf dem Podest in Empfang nehmen!


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