10.04.2018, 11:40 Uhr

Ein großer Mettener Handballer geht Zbynek Karsek beendet seine Karriere

Abschied von der SSG Metten: Regisseur Zbynek Karasek (Mitte mit Mannschaftskameraden Sigi Klein, rechts, und Florian Sedlmeier, links) muss seine Handball-Karriere aus gesundheitlichen Gründen beenden. (Foto: SSG Metten)Abschied von der SSG Metten: Regisseur Zbynek Karasek (Mitte mit Mannschaftskameraden Sigi Klein, rechts, und Florian Sedlmeier, links) muss seine Handball-Karriere aus gesundheitlichen Gründen beenden. (Foto: SSG Metten)

Es waren bewegende Szenen am vergangenen Samstag in der nahezu voll besetzten St. Benedikt-Sporthalle. Vielen standen Tränen in den Augen, als die SSG-Handballer vor dem Spitzenspiel gegen Oberliga-Meister SpVgg Altenerding ihren langjährigen Spielmacher und Regisseur Zbynek Karasek feierlich verabschiedeten.

METTEN Acht Jahre hatte der gebürtige Pilsener für die Klosterer den Ball geworfen, oft genug äußerst treffsicher, denn der gelernte Kaufmann war Mettens mehrfacher Torschützenkönig in diversen bayerischen Handball-Ligen. 2010 war es dem damaligen SSG-Trainer Roman Becvar gelungen, den passionierten Golfspieler nach Metten zu lotsen. Eine große Liebe nahm ihren Anfang. Zbynek stieg mit seinen damals ständig verletzungsgeplagten Klosterern von der Landes- bis in die Bezirksliga ab und feierte 2017 einen gloriosen Wiederaufstieg in die Bezirksoberliga. „Rekordverdächtige 141 Ligaspiele, 860 Tore, unzählige Zeitstrafen und nicht näher bestimmbare Mengen besten tschechischen Bieres für schöne Feierstunden kamen zusammen,“ hat SSG-Jugendleiter Gerald Eckmeier für Mettens Ober-Böhmen ausgerechnet.

Die großen sportlichen Erfolge mit den Mettener Handballern hatten allerdings ihren Preis. Zbynek Karasek verletzte sich in den vielen Spielen mehrmals schwer, bis ihn zuletzt die behandelnden Ärzte warnten. „Sie sagten, wenn ich mich wieder verletzen würde, könnte das dauerhafte Folgen für meine Gesundheit haben,“ macht der nun 37-Jährige deutlich. Jetzt zum Saisonende muss er Schluss machen und schweren Herzens seine lange Handball-Karriere beenden, die er als gerade einmal Fünfjähriger begann.

Handball sei sein Leben, sagt er. „Ich kann das alles im Moment nur schwer ertragen.“ Und die SSG Metten sei für ihn wie die eigene Familie. Als sein Sohn Stepanek auf die Welt kam, widmeten die Mettener Handballkameraden dem Kleinen ihren gerade errungen Sieg. Mit seiner Frau und Stepanek, der auch ein Handballer werden soll, will Zbynek immer wieder nach Metten kommen, schweren Herzens nun „nur“ als Zuschauer.


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